Nachdem wir ausgeschlafen und gut gefrühstückt hatten, ging es endlich los zur Stadtbesichtigung in die Medina von Chefchaouen. Da wir hier ganz oben auf dem Berg stehen, war es nur ein kurzer Fußweg runter in die Medina.

Blick auf Chefchaouen

Blick auf Chefchaouen

Dank unserer „Navigationskünste“ haben wir alles gefunden und unten angekommen, waren wir überwältigt von dieser schönen Stadt. Da wir noch keine Mandarinen gekauft hatten, war dies Hannes‘ erste Tat.

Hannes beim Mandarinen kaufen in Chefchaouen

Hannes beim Mandarinen kaufen in Chefchaouen

Wir ließen uns treiben und machten das eine oder andere schöne Foto. Es war nicht viel los und so konnten wir ganz zwanglos überall herumbummeln, ohne dauernd von jemandem in seinen Laden „gezogen“ zu werden. Hin und wieder wurden wir gefragt, ob wir Haschisch kaufen wollen. Aber Hannes raucht ja nicht mehr und so haben wir dankend abgelehnt.

Irgendwann wurden wir von einer jungen Dame auf englisch angesprochen, ob wir nicht Mittag essen wollten… Obwohl es eigentlich erst 12 Uhr war, sie aber so freundlich war, sind wir kurzentschlossen in das Lokal gefolgt. Da heute Freitag ist, gab es Cous-Cous und so sah es aus:

Mittagessen in Chefchaouen

Mittagessen in Chefchaouen

Dazu gab es einen tollen Drink für mich (Milchshake mit Früchten drin), den sie mir empfohlen hatte und Hannes wollte einen Pfefferminztee trinken. Das erste Essen in Marokko hat uns köstlich geschmeckt, deshalb sind wir frohen Mutes auf die Suche nach der nächsten Sehenswürdigkeit (der Wasserfall Ras el Ma in der Nähe) aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin haben wir  so etwas ähnliches wie einen Wasserfall gesehen mit einem Café, das wohl dazugehörte.

Da uns der Wasserfall zu klein erschien, haben wir zweimal Marokkaner nach dem Weg dorthin gefragt und wurden auf einen Berg gegenüber geschickt. Nachdem wir diesen in knapp einer Stunde!!! erklommen hatten, konnten wir „nur“ eine Moschee entdecken, hatten dafür jedoch eine grandiose Aussicht auf die Medina von Chefchaouen auf der anderen Seite. Von einem Wasserfall war aber weit und breit nichts zu sehen. Dafür gab es Affen und Schafe…

Erschöpft vom Bergsteigen haben wir uns in ein Dachcafé gesetzt und die Aussicht von oben genossen. Da unser Blick direkt auf eine Kasbah fiel, haben wir diese gleich auch noch besichtigt.

Drinnen ist ein Museum und wir haben gelesen, daß die Stadt Stipendien an Studenten vergibt, die dort auch ein Zimmer bewohnen können. Gesehen haben wir die Zimmer allerdings nicht. Dafür wurde gezeigt, wie man früher die Verzierungen und Mosaiken hergestellt hat. Dazu Schmuck, Keramik, Brautsänften, bestickte Textilien, Waffen und Musikinstrumente. Und das Gefängnis konnte man besichtigen. Das war grauenvoll. Ein kleiner Kerker und oben und unten hingen noch mehrere schmiedeeiserne Fußfesseln.

Wieder draußen, standen auf dem Platz vor dem Eingang der Kasbah drei Straßenmusiker, die gar nicht so schlecht gespielt haben.

Danach hat es leicht angefangen zu regnen und wir haben uns mit einem Taxi auf den Heimweg gemacht. Das hat nur 1,50 Euro gekostet! Im Moment regnet es ziemlich draußen und wir überlegen noch, wohin wir morgen weiterfahren.

 

Chefchaouen