Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Zagora

Zuerst mussten wir allerdings diese Dünenlandschaft vor uns überwinden mit beiden Autos…

Übernachtungsplatz Weihnachten

Übernachtungsplatz Weihnachten auf dem Weg nach Zagora

Nachdem wir dies souverän gemeistert hatten, lagen noch über 100 km Piste vor uns. Wir legten uns ins Zeug, um Zagora vielleicht noch am gleichen Tag zu erreichen. Wieder wechselten die Landschaften und wir hatten tolle Ausblicke, die ich größtenteils aus der Dachluke während der Fahrt aufgenommen habe… und immer wieder waren da Kamele:

Unterwegs hatten wir gestern mal wieder die Drohne steigen lassen, damit sie unsere beiden Fahrzeuge auf einem ausgetrockneten Salzsee filmt und hier kommt der Link hierfür:

Geschafft haben wir Zagora letztendlich doch nicht mehr am gleichen Tag. Aber immerhin hatten wir es bis ans Ende der Piste geschafft und hatten wieder Asphalt unter den Reifen. Man muß sich ganz schön umstellen, wenn es einen Tage zuvor nur durchgeschüttelt hat auf der Piste. So nahmen wir wieder richtig Fahrt auf und suchten einen Übernachtungsplatz im Freien. Noch waren es ca. 30 – 40 km bis Zagora.

Ich überlege gerade, was wir an dem Abend gemacht haben und mir fällt ein, daß wir ja wieder Internet hatten und ich habe ja fleissig Berichte nachgeschrieben…

Am nächsten Morgen ging es dann weiter und dank der guten Straße erreichten wir Zagora nach kurzer Fahrt. Jetzt wollten wir erst mal Tanken, hatte die Wüstentour doch einigen Sprit gebraucht, dann noch schnell den angesammelten Müll entsorgen an der Tankstelle (man glaubt gar nicht, wieviel Müll man so an einem Tag produziert…) und dann gings in einen „Marché“ zum Einkaufen.

Hier liegen ganze Rindsköpfe direkt am Eingang auf dem Boden. Eigentlich sah es aus wie bei uns in der Markthalle, nur daß die Rinderhälften direkt am Stand hingen und einiges auch direkt auf dem Boden „präsentiert“ wurde. Aber immerhin verwerten sie wirklich alles. Man hätte auch ein Huhn kaufen können. Ich glaube, sie hätten es vor unseren Augen geschlachtet (da Hannes kein Geflügel isst, haben wir uns das erspart). Aber ein paar Stücke Rindfleisch haben wir dann doch gekauft. Es sah wunderbar aus und soll laut Aussage von Robert auch super schmecken. Es liegt noch im Kühlschrank, wir hatten noch keine Zeit, ein Gulasch zu kochen… Ansonsten bietet der Markt Obst, Gemüse, Datteln, Oliven und die einzige Sorte Brot, die man hier überall kaufen kann – so runde Fladen, die einem mit der Zeit zum Hals raus hängen (ich glaube, man kriegt sogar Sodbrennen davon – ich zumindest – oder es war der Wein, ich weiß es nicht,..

In der Zwischenzeit war es schon wieder Nachmittag und wir suchten einen Campingplatz. Nachdem wir uns zwei angeschaut hatten, die zwar zentral, jedoch sehr bescheiden aussahen, sind wir zum Ortseingang zurückgefahren. Dort sollte der schönste Campingplatz in Zagora sein – Oasis Palmier – genannt. Und er war wirklich sehr schön und fast ganz leer (gut, das ist um diese Jahreszeit auf fast jedem Campingplatz so). Zur Begrüßung wurde uns direkt ein Teppich vors Auto gerollt, ein Tisch mit Stühlen hingestellt und ein Tee serviert Das machen sie hier einfach so – das gefällt uns und lässt uns ankommen.

Jetzt mussten wir aber erstmal duschen, war ja doch ein paar Tage her, daß wir das letzte Mal gründlch mit Wasser in Berührung gekommen waren. Das bezog sich aber jetzt nur auf Hannes und mich. Robert und Karin konnten in ihrem Auto warm duschen! Na ja, wir haben da noch Luft nach oben, d.h, vielleicht gönnen wir uns diesen Luxus ja auch im nächsten Auto…

Ziemlich erledigt vom Tag wollten wir eigentlich essen gehen… und haben das tolle Restaurantzelt auf unserem Campingplatz besichtigt. Leider hatten wir uns nicht zum Essen angemeldet und deshalb wäre es erst am nächsten Tag möglich gewesen. Daraufhin haben wir uns kurz entschlossen zu Fuß auf den Weg in die Stadt gemacht. Weit sind wir jedoch nicht gekommen… irgendwie hatten wir alle unterwegs keine Lust mehr, so weit zu laufen und dann doch nur Tajine mit verkochtem Gemüse zu bekommen, das oft nach nichts schmeckt. So gut es uns am Anfang geschmeckt hat, ist es mit der Zeit doch immer wieder dasselbe…

Na ja, Kochen stand zwar nicht mehr auf dem Plan an dem Abend, aber was blieb uns übrig. Zum Glück hatten wir noch die Trüffel von Kroatien (vom vorletzten Kroatien-Urlaub aus Rovinj – ihr erinnert euch?!?) dabei und so waren schnell ein paar Spaghetti gekocht. Zusammen mit einem Salat war es doch ein ganz passables Mal und zum Nachtisch haben uns Robert und Karin auf einen Schokoladenpudding eingeladen. So haben wir den Tag bei ihnen im Auto ausklingen lassen…

Zagora