Heute waren wir den ganzen Tag in Essaouira.

Damit ihr mal seht, wie so ein Campingplatz hier aussieht, zeige ich euch ein paar Fotos. Es ist wieder „nur“ ein asphaltierter Platz mit einer Mauer drumherum. In der Mauer gibt es ein paar Steckdosen. Hier stehen etwa 10 Wohnmobile insgesamt – die meisten kommen und gehen nach einem Tag wieder. Ab und zu trifft man auf Rentner, die hier überwintern. Die haben dann auch Fernseher… heute Mittag lief eine Frau mit einer Schürze über den Platz. Die war entweder am Putzen oder am Kochen… „normale“ Arbeitsteilung nehme ich an (wie bei uns – ha ha ha – nur daß Hannes keine Schürze trägt!!!)

Zunächst haben wir uns einen „Waschtag“ verordnet, d.h. wir mussten oder wollten mal wieder sauber sein. Man ist es ja gar nicht mehr gewöhnt, mal 5 Tage ohne Dusche auszukommen.. Bei mir war es ziemlich kalt unter der Dusche heute morgen – dummerweise mußte ich auch noch Haare waschen… na ja, Augen zu und durch. Und bevor jemand fragt: „JA, ICH HABE MEINEN LOCKENSTAB DABEI!“

Biggi beim Haare föhnen im Hanomag

Biggi beim Haare föhnen im Hanomag

Da unser „Campingplatz“ ca. 3 km entfernt liegt, haben wir uns zu Fuß über den Strand aufgemacht. Dort gab es allerhand zu sehen:

Danach wollten wir in die Medina (Altstadt), jedoch nicht, ohne vorher durch den Hafen geschlendert zu sein…. und was gab es außer schöner alter Kähne? Fisch natürlich wieder! Das Foto mit uns beiden ist entstanden, weil uns jemand unbedingt seinen Kahn zeigen wollte, den man im Hintergrund sieht – schwupps hatte er mir die Kamera aus der Hand genommen und uns über den Ausbau und die unterschiedlichen Holzsorten seines Bootes erzählt (Sinn und Zweck war natürlich ein Trinkgeld, das wir hinterher zu geben hatten, aber Hannes fand es zumindest sehr interessant, obwohl wir so einige „Sprachbarrieren“ zu überwinden hatten…)

Und natürlich ist uns beim Anblick der Fische wieder das Wasser im Mund zusammengelaufen und wir sassen mir nichts dir nichts im nächsten „Fischlokal“. Renate hatte mir per Mail geschrieben, daß sie sich vor etlichen Jahren in Essaouira Fisch gekauft hat und in einer „Garküche“ hat zubereiten lassen. Das haben wir hier auch beobachtet. Kurz nach uns kamen zwei junge Mädchen, die ihren Fisch in einer Tüte gerade gekauft hatten und haben beim „Koch“ gefragt, was es kostet, wenn er es brät. Wenn wir es richtig verstanden haben, hat as 30 Dirham gekostet (Euro 3,-). Die Mädels waren mit Rucksäcken unterwegs und haben ihren Fisch nicht aus den Augen gelassen. Sie sassen später neben uns und haben auch noch Salat bekommen und etwas zu Trinken. Es scheint hier ganz normal zu sein, daß man sich den Fisch kauft und er wird dann gegrillt. Wir werden das vielleicht beim nächsten Mal auch ausprobieren.

Frisch gestärkt ging es in die Medina (Altstadt) – ist direkt neben dem Hafen.

Dort sind wir durch die verschiedenen Gassen gelaufen und haben uns erst mal Treiben lassen. Auf einmal sah ich vor einem kleinen Laden verschiedene Gewürze mit Schildern drauf, worauf auf einem stand: “ Viagra extra for femmes“ und sag zu Hannes: „Schau mal, da gibt es Viagra für Frauen!“ und mußte lachen. Da sagt doch der Verkäufer glatt: „Oui, ça marche bien!!“ Wir haben so gelacht!

Langsam gerieten wir in Kauflaune. Hannes wollte sich einen marrokanischen Kaftan kaufen. Doch zunächst hat uns ein Schuhverkäufer in seinen Laden „gebeten“. Obwohl wir eigentlich keine Schuhe kaufen wollten und das dem Verkäufer auch unmissverständlich klar gemacht hatten, sind wir dennoch mit ein paar Schuhen wieder rausgekommen. Ich mache morgen mal ein Bild von denen (hab das ganz vergessen heute).

Hannes beim Schuhkauf in der Medina von Essaouira

Hannes beim Schuhkauf in der Medina von Essaouira

Danach ging es weiter zum Kaftan kaufen…

Den haben wir aber dann doch nicht genommen, sondern einen Braunen. Den hat Hannes heute abend gleich angezogen, als wir zurück am Hanomag waren:

Hannes im Kaftan auf Campingplatz in Essaouira

Hannes im Kaftan auf Campingplatz in Essaouira

Astrid wollte mal wissen, wie kalt es hier abends ist und ob wir eine Standheizung haben. Also gegen 18 Uhr wird es dunkel und etwa zur gleichen Zeit wird es auch kalt, eine Jacke muß man schon anziehen. Kurz nach dem Foto sind wir auch in den Hanomag reingegangen. Wir haben auch eine Standheizung, die brauchen wir aber drinnen nicht. Es ist warm genug. Wir sitzen hier abends immer im Auto – ich schreibe den Blog (das dauert fast 2 Stunden) und danach schauen wir uns die Bilder noch einmal an und überlegen, was wir am nächsten Tag machen.

Morgen wollen wir nach Agadir weiterfahren…