Weit sind wir nicht gekommen – sind ja erst spät nachmittags von Mbarek weitergefahren. Aber immerhin vielleicht 100 km weit, bis in die Nähe des Platzes, an dem wir im letzten Jahr das nette Pärchen aus Rosenheim wiedergetroffen hatten, die wir auf der Fähre kennengelernt hatten. Wir haben noch regen Kontakt mit ihnen. Sie sind dieses Jahr in Ungarn in einer Therme und überwintern dort.

Unser Stellplatz war mal wieder direkt am Atlantik

und unterhalb der Klippen fand ein reges „Strandleben“ statt. Wahrscheinlich sind es Fischerhütten, wir wissen es nicht. Man sieht sie von oben kaum, aber Hannes ist mal nach unten gelaufen (morgens, während ich mal wieder was gemacht habe? Ja genau, noch ein bißchen weitergeschlafen,…) Daß dort unten so viele Menschen waren, hat uns deshalb gewundert, weil wir ziemlich weit auf einer Piste dorthin gefahren sind und gar nicht damit gerechnet hätten, daß da überhaupt noch jemand ist.

Am nächsten Morgen gesellte sich ein frei laufender Hund zu uns,

den Hannes liebevoll gefüttert hat. Wir hatten gerade eine Wurstdose offen und der Käse hat ihm auch ganz gut geschmeckt. Hab die beiden mal heimlich beobachtet: „Erst ich ein Stückchen, dann Du den Rest“, hat Hannes zu dem Hund gesagt. Hannes hat immer zuerst ein Stück Käse abgebissen und dann dem Hund den Rest gegeben. So ging es, bis der Käse alle war. Danach gab’s noch frisches Wasser aus einem selbstgebastelten Trinknapf (leere Milchtüte aufgeschnitten). Die beiden waren sehr zufrieden, wie es schien!

Netter Hund gesellt sich zu uns beim Frühstück

Netter Hund gesellt sich zu uns beim Frühstück

Danach sind wir weitergefahren und trafen auf eine Schafsherde mit ihrem Hirten. Sie winken meistens freundlich. So etwas trifft man natürlich nur, wenn man auf keiner asphaltierten Straße fährt (also auf der sogenannten Piste)…

Schafe auf der Weiterfahrt

Schafe auf der Weiterfahrt

Danach ging’s zurück auf die größere Hauptstraße, wir wollten ein Stück vorankommen. Die nächste große Stadt war Agadir.

Zufällig ging uns das Benzin direkt neben einer Tankstelle aus… aber mit dieser Situation kennen wir uns schon ganz gut aus, das passiert eigentlich regelmäßig. Wir schalten dann die Pumpe ein, die Benzin vom Zusatztank in den normalen Tank pumpt und Hannes entlüftet vorne etwas (was, weiß ich leider nicht). Ich muß dann jedenfalls den Gang rausnehmen und darf den Hanomag starten. Bisher hat es immer einwandfrei geklappt. Haben dann aber doch gleich noch vollgetankt. Ich hab dann in der Nähe einen Baum gesehen, der wie ein Arganbaum aussah und hab ihn mal fotografiert – es war auch einer, wie sich später herausgestellt hat:

Arganbaum

Arganbaum

Agadir haben wir weiträumig umfahren, als plötzlich vor uns ein Auto mit Surfbrettern auf dem Dach Richtung Strand abgebogen ist. Hannes ist denen geistesgegenwärtig  gefolgt und so gelangten wir an einen tollen Sandstrand, an dem sehr viele Wellenreiter im Wasser auf die nächste Welle gewartet haben. Hier wollten wir Kaffee Pause machen. Da wir aber auch etwas hungrig waren, gab es vorher Spaghetti mit Zucchini. Als der Kaffee gerade in „Bearbeitung“ war, kam ein Händler und wollte uns etwas verkaufen. Hannes war sehr desinteressiert!!! Ich wollte nur aus Höflichkeit mal sehen, was er denn anzubieten hatte und siehe da, es waren Berliner. Na das passte ja zu unserem Kaffee!!! Er hatte zufällig noch 2 Stück – einer mit Schokolade und einer mit Vanillepudding. O.K., bei uns schmecken sie anders, aber mir haben sie geschmeckt.

Als wir so dasitzen und uns überlegen, wie wir weiterfahren sollen, schauen wir rein zufällig bei Wetter.de rein und müssen feststellen, daß das Wetter in den nächsten Tagen schlechter werden soll, besonders nach Norden, wo wir hinfahren müssen. Da haben wir kurzerhand beschlossen, hierzubleiben und die Sonne zu genießen, solange sie noch da ist. Bei Regen können wir ja immer noch größere Streckenabschnitte machen…

Gesagt, getan, sprang Hannes in die Fluten

und gesellte sich zu den Wellenreitern ins Meer!!!! Es war herrlich, super warm ca. 26 Grad (Luft), Wasser vielleicht 19 Grad, Sonne pur, satt und glücklich, daß wir hier sein durften, bleiben wir bis morgen mindestens noch hier.

Nachdem wir den Sonnenuntergang genossen hatten, haben wir gefaulenzt. Zum Abschluss haben wir uns einen leckeren Octopussalat gemacht mit geröstetem Brot (der Octopus war noch von Mbarek’s Fang, den er uns gestern geschenkt hatte).  Wir können unser Glück kaum fassen und jetzt fallen wir gleich in Tiefschlaf!!!!

Octopussalat selbstgemacht

Octopussalat selbstgemacht

 

 

In der Nähe von Agadir