Gestern haben wir noch einmal den Lampenladen vom Vortag aufgesucht, um auch noch zwei größere Laternen für unsere Terrasse zu kaufen. Die Verhandlungen gestalteten sich jedoch schwieriger als am Tag zuvor. Wir hatten uns schon vorher überlegt, daß wir bis zu 50 Euro pro Laterne bezahlen würden, wußten aber überhaupt nicht, wieviel sie kosten würden. Nach dem Preis gefragt, sagte er 40 Euro für eine Lampe. Da hätten wir eigentlich gleich zuschlagen können – wollten wir aber nicht, schließlich kann man den Preis ja noch verhandeln… Er sagte aber gleich, daß da nichts mehr zu machen sei und dass das sein letzter Preis wäre.

Na ja, nach langem hin und her, hat er dann noch etwas nachgegeben und wir haben die Lampen für 35 Euro je Stück bekommen. Sie sind zwar ein bißchen sperrig, aber wir haben das Auto fast leer „gegessen“, sprich keine Vorräte mehr, da passt es schon. Es sind die beiden großen schwarzen Lampen links. Schwarz passt eigentlich nicht so gut zu unserem Holz, aber Hannes will sie noch sandstrahlen und dann wird es irgendwann so rostig aussehen, wie die Laternen rechts. Die gefallen uns besser…

Lampen in Essaouira

Lampen in Essaouira

Die Lampen sahen verpackt wie zwei Raketen aus

und da sie so sperrig waren, haben wir sie erst einmal zum Auto geschleppt. Das hatten wir vorsorglich direkt am Eingang zur Medina geparkt, damit der Weg nicht so weit ist. Dann wollten wir eigentlich einen Fisch am Hafen kaufen und ihn uns braten lassen, wie wir das letztes Jahr direkt am Hafen bei anderen gesehen hatten. Zum Glück hat uns kein Fischstand so richtig gut gefallen und wir haben ohne Fisch einen Rundgang an Hafen gemacht, um festzustellen, daß es die Fischbratstelle vom letzten Jahr gar nicht mehr gab. Gott sei Dank hatten wir keinen Fisch gekauft.

Dann war es aber auch schon wieder Zeit für eine Fischmahlzeit in den Zelten, in denen wir gestern auch gegessen hatten. Für 15 Euro hatten wir gestern eine riesige Fischplatte mit Salat und Brot und einem Getränk für jeden von uns. Heute wollten wir nur großen Fisch und sonst nichts, dafür mit Pommes frites – hat heute 18 Euro gekostet zusammen. Das geht ja noch – für unsere Verhältnisse ist es allemal günstig, gell?!? Leider kam der vorhergesagte Regen tatsächlich und wir beschlossen, ein bißchen weiterzufahren. Dafür haben wir unterwegs immer mal wieder einen Regenbogen gesehen.

Unsere Fahrt führte uns durch den Ort Safi – eine Stadt mit einem riesigen Hafen und jeder Menge Chemie. Wir hatten trotzdem Lust auf einen Kaffee und haben eine Pause eingelegt. Da hat es plötzlich ganz laut gerumpelt, als wäre ein Hubschrauber im Anflug. Das war in Wirklichkeit ein ziemlich langer Güterzug, der an uns vorbeituckerte. Kurz danach haben wir unseren ersten Unfall gesehen. Ein Auto hatte sich überschlagen. Der Krankenwagen war schon da und ein Verletzter lag drin, die Tür stand offen. Also da bin ich schon erschrocken und dachte, hoffentlich müssen wir nie in so einem Krankenwagen liegen.

Das war nur so eine rote Pritsche und er lag auf der Seite liegend drin. Der andere Verletzte konnte noch laufen, nur sein Arm sah komisch verdreht aus. Was mich gewundert hat war, daß alle Autos stehengeblieben sind an der Unfallstelle, um da zuzuschauen. Es war komischerweise auch kein anderes Auto beteiligt, wahrscheinlich hat er mit dem Handy gespielt und ist von der Straße abgekommen. Oder er hatte Aquaplaning, das war heute die ganze Strecke über besonders schlimm. Überall bildeten sich riesige Pfützen und die Straßen waren teilweise überflutet. Jedenfalls waren beide am Leben und das war das Wichtigste. Wir sind als einzigste weitergefahren…

Dann kam ein Stellplatz, den wir letztes Jahr schon einmal angeschaut hatten, aber nicht übernachtet. Dieses Mal wollten wir dortbleiben. Es ging eine steile Serpentinenstraßen hinunter zum Strand. Und auch wenn niemand außer uns dort war, saß dort ein Mann und hat 3 Euro kassiert für’s Übernachten. Der Platz ist wirklich sehr schön und das Naturschauspiel mit dem Regenbogen konnten wir mehrfach genießen.

Die Bilder hat alle Hannes am nächsten Morgen gemacht. Nachts hat es wirklich schrecklich geregt und gestürmt. War schon ein bißchen unheimlich. Auch hier gab es jede Menge freilaufende Hunde – habe sogar Welpen gesehen. Und jetzt weiß ich auch, wie sie gemacht wurden (allerdings waren das hier zwei Rüden, hat Hannes gesagt)

Zwei Rüden am Stellplatz in Lalla Fatna

Zwei Rüden am Stellplatz in Lalla Fatna

 

Lalla Fatna