Ankunft in Tanger Wir waren überrascht, als wir gestern auf der Fähre schon während des Frühstücks eine Durchsage hörten, daß wir die Zimmer freimachen sollen. Es war erst ca. 10 Uhr und wir hatten mit einer späteren Ankunftszeit gerechnet. Doch kaum in Tanger angekommen, ging der große „Run“ zu den Autos unter Deck los und jeder wollte der Erste sein. Wir dachten schon: „Wie schön, daß wir so früh da sind“… als wir jäh an einer Zollstation in der Warteschlange zu stehen kamen. Dort musste man sein Auto für die Polizei registrieren mittels eines grünen Formulars. Dieses Formular hatte uns das freundliche Ehepaar, das wir auf der Fähre kennengelernt hatten, in Kopie schon gegeben, sodaß wir es in Null Komma Nix ausgefüllt hatten. Ach ja, ich hab ganz vergessen zu erwähnen, daß es in Strömen gegossen hat. Warum wir trotzdem ca. 4 Stunden dort stehen mussten, war auch allen anderen Urlaubern ein Rätsel. Es gab ein Dauerhupkonzert und nebenbei eine Schlägerei noch auf der Fähre (damit hatten wir aber nichts zu tun). Völlig durchgeweicht (natürlich nur Hannes, weil er das gemanagt hat) und genervt (das war dann ich) fuhren wir endlich nach Tanger. Dort wollten wir zuerst Geld wechseln, was sich schon bei der Parkplatzsuche als Problem herausstellte. Erschwerend kam der Verkehr hinzu – sie fahren dort relativ wild durcheinander in einem rasanten Tempo, ob Autos, Roller oder Fussgänger, es scheint keine Regeln zu geben. Höchstens diese: „Wer zuerst kommt, hat Vorfahrt“. Endlich Geld gewechselt, ging die Suche nach Maroc Telekom weiter. Wir wollten ja schließlich Internet. Nachdem uns das freundliche Ehepaar von der Fähre von Osmand Plus erzählt hatte, womit sie navigieren und Campingplätze suchen, wollten wir das auch ausprobieren. Leider gibt es diese APP nicht für Apple, sodaß wir für Hannes‘ Handy auch eine Telefonkarte gekauft haben. Inzwischen war es stockdunkel und nach 20 Uhr. Bei Hannes hat es mit dem Handy und Internet nicht geklappt und wir wollten jetzt erst mal zu einem Campingplatz. Gegen 21 Uhr hatten wir zwar den Campingplatz, aber den Eingang zu demselben nicht gefunden.

Stellplatz auf Campingplatz Miramonte in Tanger

Stellplatz auf Campingplatz Miramonte in Tanger

Es war eine supersteile Straße, die wir nur im ersten Gang hochfahren konnten. Wir haben den Campingplatz mehrfach umrundet und waren völlig verzweifelt. Denn gesehen haben wir die Wohnwägen ja, nur den Eingang nicht. Kurz bevor wir entnervt einen anderen Campingplatz suchen wollten, hat Hannes an einem Tor ein Schild entdeckt,, worauf stand: „Klaxsonette“. Eine Klingel haben wir zwar nicht gesehen, Hannes hat dann aber über den Zaun gerufen. Und tatsächlich kam dann jemand, der das Tor aufgemacht hat. Gott sei Dank!!! Jetzt wollten wir nur noch was zu Essen und ins Bett. Es hat die ganze Nacht weitergeregnet. Am nächsten Morgen war es zwar immer noch nass, aber nach dem Frühstück im Hanomag sah die Welt schon besser aus. Wir haben uns auf den Weg nach Moulay Bousselham gemacht auf einen Campingplatz am Meer, der uns ebenfalls von dem netten Ehepaar der Fähre empfohlen wurde.

Hannes vor dem Hanomag in Moulay Bousselham

Hannes vor dem Hanomag in Moulay Bousselham

Hier stehen wir jetzt seit heute Nachmittag und haben bereits einen kleinen Rundgang durch den Ort gemacht. Er liegt am Berg und es sieht sehr idyllisch aus.

Moulay Bousselham

Moulay Bousselham

Die Marokkaner, denen wir bisher begegnet sind, sind sehr freundlich und hilfsbereit. Hier gibt es tolle Mandarinen, die kosten fast nix. – ca.4 kg Mandarinen für 5 Dirham gekauft – ohne zu handeln.

Auch die Sonne kam schon während der Fahrt zum Vorschein, gegen Abend ist es aber doch sehr kalt und windig geworden und wir sitzen schon lange im Hanomag. Übrigens mit dem Handy bei Hannes geht jetzt alles – nach langem Ausprobieren und Rumtüfteln hat er es hingekriegt. Toll, gell?!? Morgen gehts weiter Richtung Rabat.