Was uns hier bei Ankunft in fast jeder Stadt aufgefallen ist, sind die schönen Einfahrtsstraßen mit den hübschen Laternen als Beleuchtung, Kaum erreicht man eine größere Stadt, gibt es immer wieder diesen Anblick. Dieses Bild ist bei der Abfahrt von Ouarzazate nach Marrakesh entstanden und man sieht schon das Atlasgebirge, was jetzt unser nächstes Ziel Richtung Marrakesh ist.

Straße am Ortsein- bzw. Ausgang von Ouarzazate

Straße am Ortsausgang von Ouarzazate auf der Fahrt Richtung Marrakesh – im Hintergrund das Atlasgebirge

Wir haben uns für eine schöne Route über einen Pass quer durch das Atlasgebirge entschieden. Obwohl in unserem Reiseführer davon abgeraten wurde, die Strecke in die Richtung zu fahren, wie wir sie genommen haben, konnten wir an keiner Stelle sagen, daß es kritisch oder nicht gegangen wäre. Es war eine der schönsten Pisten, die wir bisher hier gefahren sind…

Zuerst brauchten wir aber noch ne Flasche Rotwein für Hannes (sein Alkoholvorrat war verbraucht) und das ist in Marokko nicht ganz einfach. Auf der Hauptstraße in Ouarzazate sehe ich auf einmal einen Yves Rocher Laden. Da haben wir gleich angehalten und ein Bild gemacht.

Yves Rocher Geschäft in Ouarzazate

Yves Rocher Geschäft in Ouarzazate an der Hauptstraße entdeckt

Gleich ein paar Läden daneben gab es einen Supermarkt, wo wir den Rotwein kaufen konnten und dann ging es schon los auf die Fahrt Richtung Atlasgebirge. Zunächst kamen wir an einer verlassenen Stadt mit einer Kasbah (Burgruine) vorbei – Ait Bennaidou.
Dort haben schon Kamelführer gewartet, um einen durch den Ort nach oben zu bringen. Das haben wir uns aber verkniffen, weil
wir lieber den Pass noch vor uns hatten und Marrakesh erreichen wollten. Aber für ein paar Fotos hat die Zeit gereicht:

Blick auf Ait Bennadiou – eine Burgruine mit einem verlassenen Dorf – Weg dorthin mit Kamelen möglich

Jetzt ging es langsam bergauf. Am Anfang haben wir auch noch ein paar Straßenbauarbeiten gesehen, aber Hannes sagte; „So dürften sie in Stuttgart keine Straße hinterlassen…“

Bergrauf ins Atlasgebirge – hinten sieht man schon Schnee (letztes Jahr – 2015 war kein Schnee oben)

Immer wieder sieht man diese kleinen Dörfer am Hang, wo bunte Wäsche hängt oder die Viehirten mit Eseln Stroh oder anderes transportieren. Noch ist der Atlas weit entfernt. Das änderte sich aber, je höher wir kamen. Die Landschaft sah auf einmal auch anders aus – es schimmerte in allen Farben…

Prachtvolle Farben je höher wir ins Atlasgebirge kommen – oben liegt sogar etwas Schnee.

Nach dieser überwältigenden Überquerung geht es langsam wieder bergab und wir gönnen uns ein kleines Päuschen und trinken Kaffee auf einem Parkplatz. Direkt hinter mir geht ein Abgrund runter… jetzt ist auch das letzte Stück Stollen von Oma Heide aufgegessen… Die Stühle stehen da, weil uns gerade ein paar Schweden nette Komplimente zum Hanomag gemacht haben…

Pause nach Überquerung des Atlasgebirge Richtung Marrakesh

Kaffeepause nach Überquerung des Atlasgebirges 60km vor Marrakesh

Jetzt waren es nur noch 60 km bis Marrakesh und es war noch Zeit bis Sonnenuntergang. Dank unserer Navigationskünste haben wir den Stellplatz hinter einer großen Moschee gleich gefunden und sind direkt in die Medina (Altstadt) abgetaucht…
Welch überwältigende Stadt!!!!

Moschee hinter unserem Stellplatz in Marrakeshj

Wir waren total überwältigt von alldem Trubel und haben uns einfach treiben lassen…

Auf dem Weg in die Medina – vorbei an einem riesigen Platz mit Gauklern, Schlagenbeschwörern, Wahrsagern,…

Irgendwann übermannte uns jedoch der Hunger und so haben wir quer durch die kleinen Gassen der Medina ein Restaurant gesucht, das im Reiseführer beschrieben wurde – und wer hätte es gedacht – wir haben es gefunden. Der Eingang war sehr unscheinbar, aber drinnen wurde man von einer Dame empfangen, die erstmal unseren Namen wissen wollte. Danach wurden wir von einem Angestellten auf’s Dach geleitet (die Angestellten trugen alle weiße Kaftans, eine Mütze und weißen Schuhe). Dort oben kamen wir in einen Raum auf der Dachterrasse mit Teppichen ausgekleidet und Sitzpolstern am Boden, Kerzen und Lampen… und haben uns erst mal einen Mojito (Cocktail) gegönnt und darauf angestoßen, daß wir diese tolle Fahrt erleben dürfen…

Hannes auf Dach des Restaurants in Marrakesh

Hannes auf Dach des Restaurants in Marrakesh

Zum Essen wurden wir wieder nach unten geleitet und haben sehr vornehm mit weißen Tischdecken und jede Menge Bedienung ein sehr feudables Menü mit unterschiedlichsten Vorspeisen und einen wunderschönen Abend erlebt.