Letztendlich hätten wir jeden Preis bezahlt, aber es war tatsächlich so, daß am nächsten Morgen um 11 Uhr ein Auto kam und uns einen Kanister mit 20 Liter Diesel gebracht hat. Wir waren sehr froh – und der Preis war fast so wie an der Tankstelle – 20 Euro, bzw. 200 Dirham. Wir konnten es kaum glauben… (ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt hatte, daß der nächste Ort mit Tankstelle – also Guelmim – 60 km weit weg war).

Mit genug Benzin ging es dann auf einer gut asphaltierten Straße nach Guelmin. Wir hätten die ganze Fahrt andersrum machen sollen, dann hätten wir uns die Pistentour sparen können und wären gleich auf der asphaltierten Straße gefahren- aber wir wollten ja auch Erfahrungen sammeln.

In Guelmim angekommen, haben wir erst mal wieder einen Maroc Telekomladen aufgesucht und eine neue Karte für mein Handy gekauft, weil mein Internet nicht funktioniert hat seit ein paar Tagen. Das hat alles wieder so lange gedauert, daß wir es nur noch zu den heißen Quellen geschafft haben, die uns von anderen empfohlen wurden. Wieder kurz vor Sonnenuntergang haben wir sie erreicht.

Sonnenuntergang bei der heißen Quelle

Sonnenuntergang bei der heißen Quelle

Das war dann wirklich das Highlight zum Abschluss des Tages. Mitten in der Pampa (man muß wieder nach einem GPS-Punkt hin navigieren) standen bereits zwei Wohnmobile und ein Zelt  (Franzosen, wie meistens hier). Da haben wir uns gleich dazugestellt und mussten noch ein kleines Stück zu Fuß durch ein stinkendes, matschiges Flussbett, waten. Wahrscheinlich war das Kamelsch…. Zum Glück hatten wir die Badeschuhe an…

An der Quelle war es dann dunkel (das geht sehr schnell, wenn die Sonne weg ist) und wir waren ganz alleine. Das war total romantisch… Bilder haben wir erst am nächsten Morgen machen können, weil wir die Kamera nicht dabeihatten im Dunkeln (hätte auch Angst gehabt, daß ich in der Sch… ausrutsche und dann wären die schönen Bilder weg gewesen…).