Aber Hannes wäre nicht Hannes, wenn er nicht am nächsten Morgen schon früh auf den Beinen gewesen wäre und schöne Fotos geschossen hätte (während ich wahrscheinlich noch selig geschlummert habe…)

Nach dem Frühstück ging es weiter nach Tafraoute durch den Anti-Atlas. Da haben wir natürlich auch erst wieder eine Strecke über eine Piste mit GPS genommen (das macht langsam richtig Spaß) und man sieht Sachen, die man von der asphaltierten Straße aus gar nicht sieht – es ging aber auch einen sehr schmalen Weg an einem Abhang vorbei – wo umdrehen unmöglich gewesen wäre. Ich bin erst mal ausgestiegen und hab Hannes das alleine machen lassen (man weiß ja nie, sicher ist sicher, der arme Hannes)

Nach ca. 30 km Piste kamen wir wieder auf eine asphaltierte Straße und die schlängelte sich entlang an Oasen durch wunderschöne Granitfelspassagen… (nebenbei hab ich Hannes mal zwischen Palmwedeln fotografiert)

In Tafraoute angekommen, haben wir erst mal auf dem Campingplatz bei Omar Bescheid gesagt, daß wir uns jetzt noch die bunten Felsen anschauen und danach zu ihm kommen. Habe in meinem Reiseführer gelesen, daß er bekannt ist für seine Tajine, die er direkt auf dem Campingplatz zubereitet und zum Auto bringt. Davon später, jetzt erst mal die blauen Felsen…

Tafraoute ist bekannt für diese bunt (meist blau) bemalten Felsen.

Die Steine wurden 1984 von dem belgischen Künstler Jean Verame mit über 18 Tonnen Farbe in den Farben rot, blau, schwarz und violett bemalt. Obwohl es ein Eingriff in die Natur ist, ist dieser Anblick sehr beeindruckend. Ähnliche Projekte hat der Künstler im Sinaii und im Tibesti-Gebirge unternommen. Nachdem die Witterungseinflüsse die Felsen verblasst haben, wurde nachgepinselt. (Zitat aus meinem Reiseführer)

Danach ging es zu Omar auf den Campingplatz. Da im Reiseführer auch ein Restaurant in Tafraoute angepriesen wurde, haben wir uns dafür entschieden, im Dorf essen zu gehen (es war ja schließlich Silvester und unsere Alkoholvorräte fast verbraucht).