Heute waren wir die zweitgrößte Moschee der Welt in Casablanca besichtigen (so stand es zumindest im Reiseführer). Bei der Führung wurde uns aber gesagt, daß es die drittgrößte Moschee der Welt sei (nach Mekka – das ist die größte und die zweitgrößte soll in Abu Dhabi sein und wurde vermutlich nach dieser hier fertiggestellt).

Die Hassan-II.-Moschee (arabischمسجد الحسن الثانيMesdschid al-Hasan ath-thānī, DMGmasǧid al-ḥasan aṯ-ṯānī) in Casablanca ist eine der größten Moscheen der Welt.

Ihr Minarett ist mit 210 Metern Höhe das derzeit höchste Minarett und das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Sie wurde anlässlich des 60. Geburtstags des damaligen marokkanischen Königs Hassan II. erbaut und 1993 fertiggestellt.

2500 Arbeiter und 10.000 Handwerker arbeiteten sechs Jahre lang an der Moschee. Am 30. August 1993 wurde der Bau eingeweiht. Bis zu 25.000 Personen finden in der Gebetshalle von 20.000 Quadratmetern Platz. Technische Besonderheiten sind ein sich automatisch öffnendes Dach, Fußbodenheizung in der Gebetshalle und ein grüner Laserstrahl, der nachts Richtung Mekka zeigt. Die Moschee darf auch von Nicht-Muslimen gegen Eintrittsgeld betreten werden.

Da wir ein bißchen außerhalb auf einem Campingplatz in Casablanca (Mohammedia) stehen – siehe Bild unten,

Campingplatz in Casablanca

haben wir ein Taxi zum Bahnhof genommen und sind mit dem Zug nach Casablanca gefahren. Vom Bahnhof konnte man die Moschee schon sehen und es war ein gemütlicher Spaziergang dorthin.

Moschee Hassan II. in Casablanca

Moschee Hassan II. in Casablanca

Da heute zufällig Freitag war, war ganz schön was los in der Moschee. Wir wußten schon, daß freitags nur um 9 und um 14 Uhr Führungen angeboten werden und waren gegen Mittag dort. Freitags ist für viele Moslems der Tag, an dem sie zum Beten in eine Moschee gehen…

Eingang der Moschee Hassan II. in Casablanca

Eingang der Moschee Hassan II. in Casablanca

Wir mussten abwarten, bis alle drin waren, das Gebet fertig war und alle gegangen waren. Dann konnte man für 12 Euro pro Person ein Ticket kaufen und die Führung machen. Die deutsche Gruppe war am kleinsten. Wir waren nur ca. 10 Personen.

Man zieht sich an der Tür die Schuhe aus und geht barfuß rein. Unter der Moschee gibt es die Möglichkeit, sich die Füße zu waschen. Das Ganze vollzieht sich nach einem bestimmten Ritual (dreimal Hände waschen, dreimal Gesicht waschen, dreimal die Nase, dreimal die Ohren, dann den Kopf und danach die Unterarme und zum Schluß die Füße). Männer und Frauen gehen und bleiben getrennt in einer Moschee. Die Männer beten unten und die Frauen gehen durch separate Eingänge und müssen oben beten. In dieser Moschee gibt es sogar ein Hammam und ein Schwimmbad. Das wurde bisher aber noch nie benützt. Warum die das dann eingebaut haben, verstehe ich nicht,…

Hier kommen ein paar Bilder, die wir heute bei der Besichtigung der Moschee gemacht haben:

Das Dach kann man öffnen, was bei anderen Moscheen nicht geht. Das ist wegen der Belüftung, wenn es im Sommer sehr heiß und stickig ist, dann wird oben das Dach automatisch geöffnet… Erbaut wurde die Moschee von einem französischen Architekten und einer französischen Baufirma. Finanziert wurde es angeblich vom Volk, nicht immer ganz freiwillig, wie wir gehört haben.

Nach der Besichtigung sind wir noch durch die kleine Medina hier geschlendert (ist aber längst nicht so schön wie in anderen Städten, dafür ganz ohne den Touristenrummel). Man konnte aber hauptsächlich Reparatur-„Werkstätten“ sehen oder Tischlerhandwerk.

Danach haben wir einen Kaffee an einem kleinen Platz getrunken und ich habe von Hannes ein hübsches Foto gemacht:

Hannes bei Kaffeepause in Casablanca

Hannes bei Kaffeepause in Casablanca

Dann haben wir uns am Hafen umgesehen und ein nettes Fischlokal gefunden, wo wir den Abend bei einer Fischplatte und Crème brulée haben ausklingen lassen,

Zurück gings wieder mit dem Zug und Taxi. Die hatten doch tatsächlich versucht, uns zu siebt ins Taxi zu kriegen. Vorne saßen schon drei und Hannes und ich sollten hinten einsteigen. Ich saß schon, als der Taxifahrer noch zwei andere Leute mitnehmen wollte. Aber so sehr wir uns auch bemüht haben, Hannes hat nicht mehr reingepasst. Da bin ich auf der anderen Seite wieder ausgestiegen und wir wollten schon ein anderes Taxi nehmen, da ist dann der eine Mann wieder ausgestiegen, Gott sei Dank und wir konnten losfahren.