Wir sind heute nur gefahren und jetzt sind es nur noch genau 525 km bis Stuttgart. Stehen auf einem Wohnmobilstellplatz für 15 Euro, der auch Strom hat. Deshalb ist der Fernseher mal wieder aufgestellt und wir schauen eine Sondersendung Brennpunkt zum Schneechaos.

Bislang sind wir von Schnee verschont geblieben. Es ist zwar ziemlich kalt geworden, aber es blieb den ganzen Tag trocken und wir sind gut durchgekommen. Mal sehen, ob wie die Lage morgen aussieht, wenn wir uns Stuttgart nähern.

Wir hoffen, das Beste und freuen uns auf zu Hause!!!!

Unser persönliches Fazit für diese Reise ist, daß wir auf jeden Fall zu viel gefahren sind (ca. 9.000 km) und so ungeplant wie dieses Jahr nicht mehr reisen wollen. Es macht vieles einfacher, wenn man vorher wenigstens ungefähr eine Streckenplanung hat. Dann hat man auch mehr Zeit, sich einzelne Städte oder Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Von Portugal waren wir mega begeistert. Die Algarve werden wir sicher noch einmal bereisen. In Spanien waren wir von den Tapas begeistert und mir hat es der Serranoschinken und der Manchegokäse angetan. Auch der Wein hat uns geschmeckt, sodaß wir uns ein bißchen eingedeckt haben.

Das wäre uns kurz nach der Einfahrt nach Frankreich fast zum Verhängnis geworden. Kurz nach der Grenze von Spanien nach Frankreich (was ja heutzutage gar keine Grenze mehr ist), stand an einem Kreisverkehr eine Polizeikontrolle, die uns angehalten hat. Die erste Frage war, ob wir französisch sprechen. Da wir das mit „un petit peu“ angegeben haben und Hannes gleich gefragt hatte, ob sie wohl in unseren Koffer reinschauen wollen, schienen sie zufrieden zu sein und ließen uns ohne Reinschauen weiterfahren.

Der Wein stand direkt an der Tür und man hätte ihn nicht übersehen können. Noch mal Glück gehabt!!!!

Marokko war dieses Jahr kein Vergnügen für mich. Durch den gewaltsamen Tod zweier Studentinnen wurde besonders aufgepasst und man konnte praktisch nirgends frei stehen, ohne daß man von der Polizei auf einen sicheren Parkplatz fahren musste. Das hat mich insgesamt mehr verunsichert, als daß es zu meiner Sicherheit beigetragen hätte. Für Hannes war das alles kein Problem, aber auf mich hat sich die Unsicherheit der Beamten eindeutig übertragen.

Zum Thema Auto lautet unser Fazit, daß der Steyr für uns das richtige Auto ist. Allerdings denken wir über einen anderen Koffer nach. Das Bett hinten quer ist ungeeignet, weil es mir auf dieser Reise einmal so schlecht ging, daß ich mehrfach in der Nacht brechen musste. Und ich komme nicht raus aus dem Bett, wenn alles so bleibt, ohne daß Hannes auch aufstehen muss.

Ansonsten fehlt natürlich Strom im Auto und langfristig wäre eine Dusche ganz schön. Na ja, träumen dürfen wir ja, was wir davon realisieren können, steht noch in den Sternen…

Zum Schluß bedanken wir uns bei allen, die diesen Blog gelesen haben und das ein oder andere Feedback in einem Kommentar geschrieben haben. Wir haben uns sehr darüber gefreut.