Nachtrag Mbarek

Nachtrag Mbarek

Hab gerade die Bilder noch einmal angeschaut und gesehen, daß ich ein paar schöne Bilder vergessen habe und die will ich euch nicht vorenthalten.

Als wir Mbareks Tiere angeschaut haben, hatten Mbarek und Hannes mal eine Ziege im Arm…

So sah unser Frühstück in der Küche bei Mbarek aus. Es gab selbst gebackenes Brot, das in Olivenöl eingetunkt wurde und Honig. Gesessen wird ausschließlich auf dem Boden. Nach dem Frühstück hat uns Mbarek noch ein paar Kaktusfrüchte angeboten, die wir gerne genommen haben. Sie schmecken eigentlich nicht schlecht, haben ein paar große Kerne, die man aber mitessen kann. Man muss nur aufpassen und darf sie nicht mit den Händen anfassen… sie stacheln sehr…

In seinem Dorf wohnen ca. 25 Personen. Er hat 8 Geschwister, die fast alle außer Haus sind. Es wohnt nur noch 1 Bruder bei der Mutter, der die Tiere hütet und Mbarek kommt oft vorbei und hilft mit. Er wohnt ja sonst in seinem Verschlag am Meer, wo er fischen kann.

Zum Abschluss hat uns Mbarek noch sein neu gebautes Haus gezeigt, das die Geschwister für die Mutter im Dorf gebaut haben. In dieses will sie aber nicht einziehen. Sie will lieber in ihrem alten Haus bleiben. In dem neuen Haus gibt es aber leider auch kein fließendes Wasser und die Zimmer sind auch mehr oder weniger leer. Stühle oder Tische haben wir nicht gesehen.

03 – Fähre von Genua nach Tanger

03 – Fähre von Genua nach Tanger

Gestern sind wir schon früh aufgestanden, um rechtzeitig um 8 Uhr an der Fähre zu sein. Da beeilt man sich, damit man ja nicht zu spät kommt und muss dann doch stundenlang warten. Die Fähre war noch nicht einmal da aus Tanger. Sie ist auch von Tanger erst 1 Tag später losgefahren wegen des Unwetters in Genua…

Check-in zur Fähre in Genua nach Tanger

Check-in zur Fähre in Genua nach Tanger

Das Warten auf die Fähre haben wir mit netten Gesprächen mit anderen Mitfahrern überbrückt. Es ist immer sehr interessant, wohin andere fahren und mit welchen Fahrzeugen, Navigation,… sie unterwegs sind. Es war auch wieder ein anderer Hanomag dabei, der einem Australier gehörte, der nach Afrika will. Vor uns stand ein sehr großes Wohnmobil mit einem Quad auf dem Anhänger – sie fahren nach Dhakla und bleiben bis Ende Januar.

Ansonsten sieht man die voll gepackten Autos, die manchmal mehr auf dem Dach haben, als innen reinpasst…

Warteschlange vor Abfahrt am Hafen Genua

Warteschlange vor Abfahrt am Hafen Genua

Obwohl die Fähre FANTASTIC heißt, ist doch alles wie beim letzten Mal… nur das Zimmer ist anders. Wir hatten ja diesmal aufgepasst und eine Familiensuite genommen. Da hat man dann ein großes Bett und keine einzelnen Betten. Und kaum liege ich, esse ich auch schon…


Spieglein, Spieglein an der Wand,…. !


Apropos essen, mir ist heute aufgefallen, daß es auf der Fähre Unmengen von Spiegel gibt!!! Hannes ist der Meinung, daß dadurch alles größer wirkt. Jedenfalls kommt man auf dem Weg zum „Restaurant“ an mindestens 3 Spiegeln vorbei, das ist ganz schön blöd. Auf den einen Spiegel läuft man direkt zu und unweigerlich jagt einem der Gedanke durch den Kopf: „Wir müssen dringend abnehmen!“

Und dann beginnt der Kampf in der Warteschlange von Neuem. Stundenlang anstehen, nur einen Salat ODER Gemüse und Fleisch, Fisch ODER Nudeln. Es scheint jedoch jeden Tag Leute zu geben, die vergessen haben, wie es geht. Heute hat doch glatt einer seinen Teller mit Fleisch wieder vom Tisch zurückgebracht und wollte lieber etwas anderes dafür. Da hat der Typ hinter der Theke das ganze Essen vom Teller wieder zu dem anderen Essen in den Behälter zurückgetan und der nächste bekam das wieder auf einen neuen Teller! Also zimperlich darf man hier nicht sein mit dem Essen oder den Hygienevorschriften.

Gegen Mittag hatten wir den planmäßigen Zwischenstopp in Barcelona. Da hat Hannes mal wieder ein bißchen fotografiert an Deck.

Und jetzt liegen wir schon wieder im Bett und warten darauf, daß wir morgen früh in Tanger sind. Hoffentlich geht es diesmal etwas schneller mit dem Zoll. Letztes Jahr standen wir mindestens 3 – 4 Stunden im strömenden Regen, bis wir da durch waren.