Wärmedämmung  mit Armaflex innen

Wärmedämmung mit Armaflex innen

Im April/Mai 2016

Nachdem außen soweit alles fertig war (außer der Bemalung), konnte Hannes mit der Wärmedämmung im Innenraum anfangen. Hierfür hat er sich für das Material Armaflex entschieden.

In diversen Foren wurde Armaflex mit dem Isolator X-treme verglichen, kam dabei genauso gut weg, nur billiger und wurde in 2 Lagen verklebt, 1 x 10 mm + 1 x 19 mm – da es 30 mm nicht gab.

Kaum war die Wärmedämmung fertig eingeklebt, spürte man sofort den Unterschied!! Es war spürbar wärmer innen…

Solaranlage auf dem Dach + Markise

Solaranlage auf dem Dach + Markise


Solaranlage + Markise wurden auf’s Dach geklebt!

Da wir auf unseren Reisen weitgehend autark sein möchten, haben wir uns für eine Stromversorgung mit Solar entschieden. Unsere Wahl fiel auf eine Solaranlage der Firma SegenSolar. Eine besondere Herausforderung war die Befestigung der Solaranlage auf dem halbrunden Dach. Man nennt Hannes aber auch „Firma Pfiffikus“ und so hatte er nach einigen Überlegungen eine super Idee: die Solaranlage wird ebenfalls auf’s Dach geklebt.

Zur Realisierung dieses Vorhabens hat er eine Unterkonstruktion gebaut. Hierfür hat er zunächst ein abgekantetes Blech auf ein abgerundetes Blech geschweißt.

4 x abgekantetes Blech auf abgerundetes Blech geschweißt für Unterkonstruktion

Geschweißte Bleche in Wagenfarbe lackiert.

Mittels Rechteckprofilen 40 x 20 x 3000 und den vorbereiteten Blechen entstand die fertige Unterkonstruktion.

Fertige Unterkonstruktion

Bevor die Unterkonstruktion aufgeklebt werden konnte, hat Hannes auf dem Dach mit einem Klebeband und 1 cm Zugabe die Position gekennzeichnet.

Position auf Dach gekennzeichnet…

Jetzt konnte die Solarhalterung professionell aufgeklebt werden.

Hier wird die Unterkonstruktion von der Firma MTS auf’s Dach geklebt.

Sie hatten bereits die Frontscheibe professionell eingeklebt.

Fenster und Türgummis

Fenster und Türgummis

Im Januar 2016

Nachdem der Lack trocken war, kamen die Fenster an die Reihe. Hierfür hat Hannes zunächst alle alten Fenster- und Türgummis dahingehend überprüft, ob sie noch zu gebrauchen waren oder ob er neue kaufen mußte. Danach begann die Recherche, wo man solche Tür- und Fenstergummis herbekam.

Im Internet haben wir folgendes gefunden und bestellt:

bei der Firma JFW – Fachwerkstatt für Historische LKW:
Samtschienen für Schiebefenster
Türdichtungen für Fahrer- und Beifahrertür

über das Forum „multi-board.com“:
komplette Gummidichtungen für Dreiecksfenster

Einige Fenstergummis konnten wir leider nicht neu kaufen, sodaß Hannes die alten Gummis, die zum Teil mit gelber Wagenfarbe übermalt waren, von Hand mit einem Schleifpad sauber „geschrubbt“ hat.

 

Fensterrahmen mit bemaltem Gummi Fensterrahmen mit bemaltem Gummi

Ebenso hat er sämtliche Fensterrahmen so poliert, daß sie wieder wie neu aussahen.

 

Bei den Frontscheiben war relativ schnell klar, daß sie komplett neu ersetzt werden und von der Firma A.M.S. professionell eingeklebt werden. Das hat super geklappt, sieht sehr gut aus und wir können die Firma wirklich mit gutem Gewissen empfehlen. Sie waren sehr zuverlässig und leisten saubere Arbeit. Hannes arbeitet auch geschäftlich gerne und oft seit mehreren Jahren mit ihnen zusammen.

 

Anbei trage ich hier den Link zur Firma A.M.S. Autoglas in Stuttgart-Kemnat ein: http://www.amsautoglas.de/index.html
Außerdem hat die Firma A.M.S. sämtliche Seitenfenster eingesetzt.

Seitenfenster wird von Firma A.M.S. professionell eingesetzt Seitenfenster werden von der Firma A.M.S. professionell eingesetzt

 

 

 

 

Grundieren – Lackieren

Grundieren – Lackieren

Im Dezember 2015

Jetzt ging es ans „Abkratzen“ der alten (gelben) Farbe des Hanomags. Hierfür mußte zuerst die gefühlte Farbdicke von 1,5 mm runter vom Auto. Für den ersten Gang hat Hannes Beize mit einem breiten Pinsel Stück für Stück auf’s Auto aufgetragen. Dann 20 Minuten einwirken lassen und danach mit einem Spachtel die erste Schicht abgekratzt.

Danach sah es ungefähr so aus:

Das ganze Procedere mußte bis zu 3 Mal wiederholt werden – an jeder Stelle!!!!!!! Unter der gelben Farbe kam dann die grüne Farbe des Vorbesitzers (Bundesgrenzschutz) zum Vorschein. Die konnte drauf bleiben. Nachdem die gelbe Farbe ziemlich ganz weg war, mußte das gesamte Fahrzeug mit Verdünnung abgewaschen werden.

Nun ging es ans Schleifen. Mit 80er, 120er und 200er Körnung kam der Exzenter-Schleifer zum Einsatz. Mit ihm hat Hannes das ganze Fahrzeug bis auf die erste Schicht der grünen Farbe abgeschliffen. Das war ganz schön viel Arbeit 😉 . Ganz nebenbei ist hier dringend eine Atemschutzmaske zu tragen!!!

Danach wurde das ganze Auto mit Silikonentferner abgewaschen und dann sah es so aus:

Nun wurde abgeklebt und zweimal grundiert. Hierfür hat Hannes eine Sprühpistole verwendet.

Da der Koffer auf der Fahrerseite beim Rausschneiden eines rostigen Blechstreifens unten unter großer Spannung stand, bildete sich eine große Beule. Leider hat Hannes diese Stelle nicht mehr ganz glatt gekriegt und sich deshalb entschieden, einen Steinschlagschutz zusätzlich aufzutragen. Der Steinschlag wurde aufgespritzt und sah hinterher aus, als hätte man Rauhfasertapete drangeklebt.

Dann wurde die komplett grundierte Fläche (also alles, außer dem Steinschlagschutz) mit 1000er Nass-Schleifpapier angeschliffen (von Hand!!!).

Bevor es ans Lackieren ging, wurden jedoch noch alle Scharniere und aufgesetzten Teile wie Leisten… (siehe Fotos) mit Acryl abgedichtet, um ein späteres Eindringen von Feuchtigkeit ein für alle Mal zu verhindern!!!!!!

 

Endlich konnte Hannes den Hanomag lackieren. Hierfür wurde 2K-Lack in RAL 1015 aufgesprüht – auch wieder mit Mundschutz – was schon sehr sehr lustig aussah!  😉 Hab leider kein Bild davon.

Das war jetzt der Koffer. Aber es fehlten ja noch Fahrerkabine und diverse Einzelteile, wie z.B. Kotflügel, Stoßstange, Motorhaube… Die Kotflügel und die Stoßstange wurden allerdings schwarz lackiert. Das hat uns besser gefallen. Wie man auf den Fotos sieht, hat Hannes zum Aufhängen, bzw. Trocknen der Teile eine selbstgebastelte Konstruktion in der Halle aufgebaut (eine Wäscheleine sozusagen)…

 

 

 

Durchgang zwischen Fahrerkabine und Koffer realisiert

Durchgang zwischen Fahrerkabine und Koffer realisiert

Im Dezember 2015

Nachdem wir uns für einen Durchbruch zwischen Fahrerkabine und Koffer entschieden hatten, ging es an die Umsetzung des Vorhabens. Hierfür wurde erst einmal die Größe des Durchbruchs festgelegt. Und so sah es in der Fahrerkabine vorher aus:

Fahrerkabine für Durchbruch vorher

Fahrerkabine für Durchbruch vorher

 

 

Nachdem die Größe des Durchbruchs feststand, hat Hannes zwei Rahmen aus 40/20er Winkelstahl angefertigt. Für die abgerundeten Ecken hat er ein Stück Rohr auf ein Blech aufgeschweißt und danach geviertelt.

 

Jetzt hat er den Rahmen im Koffer und in der Fahrerkabine positioniert, um den Ausschnitt anzuzeichnen.

Wie man auf dem Foto sieht, gab es vorher ein Fenster zwischen Koffer und Fahrerkabine. Leider lag das Fenster im Koffer teilweise außerhalb des Durchbruchs, sodaß Hannes an dieser Stelle ein Stück Blech einsetzen mußte. In der Fahrerkabine konnte es direkt in den Durchbruch integriert werden.

 

Durchbruch_von_Koffer_ohne_Fuehrerhaus

Durchbruch von Koffer ohne Führerhaus

 

Um den Durchbruch vor Kälte, Wärme, Lärm und Regen zu schützen, hat Hannes umlaufend einen Rahmen aus abgekanteten Blechprofilen konstruiert. Diesen hat er an die Rückwand der Fahrerkabine angebracht und von innen zur Isolierung mit Armaflex ausgekleidet. Zuletzt hat er eine Gummilippe aufgesetzt, damit keine starre Verbindung zum Koffer entstand. Als er den Koffer zum Ausprobieren wieder aufgesetzt hatte, passte alles perfekt  🙂

Nun fehlte nur noch die Verbindung der Durchbruch-Rahmen… Damit der Abstand zwischen den Rahmen flexibel bleibt, hat Hannes eine Teichfolie verwendet, die er mithilfe von zwei Blechstreifen auf die angefertigten Rahmen genietet hat. Um eine bessere Verschränkung der beiden Rahmen zu erreichen, hat er die Ecken zum Schluß mit einem Föhn erwärmt und gedehnt.

 

Hier sind noch ein paar übriggebliebene Fotos zu diesem Beitrag als Fotogalerie:

 

Rost entfernt und unnötige Klappen zugemacht

Rost entfernt und unnötige Klappen zugemacht

Im November 2015

Nachdem der Hanomag innen leer geräumt war und alles, was unter dem Auto angebracht war (Werkzeugboxen, Reservekanister-Halterungen, Standheizung) entfernt war, begann die Suche nach schadhaften Roststellen zunächst am Koffer. Beim Abschleifen stieß Hannes auf einige verfaulte Stellen, die er wie folgt bearbeitet hat. Zuerst hat er die Stellen großzügig mit der Flex aus dem Blech herausgeschnitten. Dann hat er sich passende Bleche zugeschnitten und sie an die entsprechende Stelle eingeschweißt. Danach wurde die Stelle schön verspachtelt.

Eine schadhafte Roststelle war zum Beispiel die Tür vom Reserverad:

 

Eine weitere Roststelle entdeckte Hannes auf der Fahrerseite am Koffer unten:

 

… und last but not least gab es an der Nottür noch so eine rostige Stelle:

 

Jetzt haben wir uns überlegt, ob wir die vielen Klappen alle brauchen und uns entschieden, die eine oder andere Klappe zuzumachen. Es gab zum Beispiel eine Lüftungsklappe hinten am Koffer, die er zugemacht hat:

 

Dann gab es noch eine kleine Klappe auf der Beifahrerseite am Koffer, die Hannes ebenfalls zugemacht hat:

 

Zuletzt gab es noch eine Klappe für ein Notstromaggregat, das der ursprüngliche Besitzer rausgenommen hatte. Innerhalb dieser Klappe gab es ein Gitter (roter Rahmen im ersten Bild), das Hannes zugeschweißt hat. Die Klappe selber blieb dabei erhalten. Dort möchte Hannes später eine Werkzeugbox reinstellen, wo er von außen drankommt.