32 – Wieder zu Hause

Wieder zu Hause!

Wir möchten uns auf diesem Weg bei Euch allen bedanken, die diesen Blog gelesen und unsere Reise mitverfolgt haben… für die vielen netten Kommentare, Aufmunterungen, Wünsche und alles, was ihr uns sonst geschrieben habt. Wir haben uns sehr darüber gefreut!!!!!

Auch wenn uns am Ende das Getriebe kaputt gegangen ist, hatten wir trotzdem einen seeeeer schönen Urlaub und besonders tolle Erlebnisse vorallem in der Wüste.

Dafür durften wir von Casablanca über Paris nach Hause fliegen und das war schon etwas Besonders für uns. Der Flug von Paris war ein „Cityhopper“ und wir sind freitag abend pünktlich um 22 Uhr nach Stuttgart reingeschwebt…

Jetzt haben nur noch einen Wunsch: daß der Hanomag heil nach Stuttgart kommt, bzw. zum Autohaus Eberle nach Echterdingen!

Noch wissen wir nicht, wohin unsere nächste Reise geht, wir werden aber hier wieder darüber berichten.

Bis dahin alles Liebe von
Biggi und Hannes

31 – Riad Hamdani in Casablanca – warten auf den Heimflug

31 – Riad Hamdani in Casablanca – warten auf den Heimflug

Wir wissen immer noch nicht, ob wir morgen fliegen können. Der ADAC hat uns zwar heute angerufen und uns gesagt, daß es morgen noch 3 freie Plätze gibt nach Stuttgart, allerdings über Paris und wir landen dann um 23:15 Uhr in Stuttgart. Oder ein anderer Flug über Lissabon nach Stuttgart, der geht aber erst am Samstag. Sie rufen uns morgen früh an, ob es morgen klappt.

Da unser Hotel ausgebucht war für heute, sind wir in der sogenannten Notunterkunft, d.h. wir haben ein ganzes Haus für uns alleine. Es ist zwar etwas kalt hier, wir haben aber einen kleinen elektrischen Ofen bekommen und wer bekommt schon mal ein ganzes Haus für sich. Wir könnten hier ne Party feiern, soviel Platz und sogar Musikinstrumente wären da!

Als wir unser spärliches Gepäck in das Haus umgeräumt haben, sind wir am hauseigenen Kamel vorbeigekommen.

Kamel gibt Küsschen

Kamel gibt Küsschen

Das gibt Küsschen – bei Hannes hat es auf Anhieb geklappt. Daraufhin hat er versprochen, gleich wiederzukommen und ihm was leckeres mitzubringen…

Hannes bringt Leckerchen

Hannes bringt Leckerchen

Wir sind gegen Mittag mit unserem kostenlosen Shuttlebus zum Flughafen gefahren, um von dort mit dem Zug nach Casablanca zu fahren. Das hat 86 Dirham für uns beide gekostet und 1 Stunde gedauert. Jetzt waren wir wieder genau dort, wo wir letztes Jahr auch schon einmal waren. Wir konnten die große Moschee Hassan II vom Bahnhof aus sehen. Da wir letztes Jahr schon drin waren, haben wir uns den „weiten“ Weg erspart und sind einfach so ein bißchen rumgeschlendert. In der Nähe war der Fischhafen, wo wir letztes Jahr auch schon waren. Das Wetter war gar nicht schlecht – auf jeden Fall hat es endlich aufgehört zu regnen und die Sonne schien sogar.

Dann haben wir auf einer Dachterrasse einen Kaffee getrunken und uns gegenseitig fotografiert und dabei gedacht, wieviel Glück wir trotz der Panne hatten und der Urlaub alles in allem unvergesslich bleiben wird.

In der Hoffnung, daß es morgen klappt mit dem Heimflug, sind wir noch einmal richtig gut essen gegangen am Hafen in einem Lokal, in dem wir letztes Jahr schon essen gehen wollten, das aber letztes Jahr nicht offen war. Dieses Jahr hat es geklappt und wir haben uns Shrimps zur Vorspeise und eine Fischpaella für 2 Personen gegönnt. Das war wirklich ein krönender Abschluss.

Auch wenn es jetzt am Ende ein bißchen dumm gelaufen ist, hat uns der Urlaub trotzdem sehr gut gefallen und wir sind froh über alles, was wir erleben durftenl Um ehrlich zu sein, haben wir noch nie so viel englisch und französisch gesprochen in einem Urlaub wie diesmal. Aber das läuft so gut und macht richtig Spaß. Wir haben so viel erlebt, tolle Leute kennengelernt, die Wüste gesehen und es gibt bestimmt noch ganz viel zu erzählen, wenn wir wieder zu Hause sind.

Ein bißchen freuen wir uns aber trotzdem, bald wieder zu Hause zu sein…

Riad Hamdani, Casablanca

30 – Hanomag wird verladen

30 – Hanomag wird verladen

Heute morgen waren wir wieder früh wach. Im Hanomag herrschte heilloses Durcheinander, wir beugen eigentlich nur noch alles von vorne nach hinten und zurück… Zudem fällt uns langsam die Decke auf den Kopf, weil wir den ganzen Tag im Auto sitzen und warten, dann schlafen und danach wieder nur warten, Gegen Mittag war es dann endlich soweit, die Abschleppfirma vom ADAC aus Marokko, von Frau Graetz organisiert, kam endlich.

Ich hab leider das Kabel im Hanomag vergessen, mit dem ich die Bilder von der Kamera runterladen kann. Deshalb kann ich jetzt keine Fotos von der Kamera mehr zeigen. Habe aber ein kleines Video mit dem Handy aufgenommen, als der Hanomag verladen wurde. Uns hat das Herz geblutet, als er auf die Laderampe gezogen wurde!!!! Und dann war er weg!!!!!! Und wir standen da!!!!!!

Hier ist der Link:

https://youtu.be/EoOzK7MbpVM

Haben uns mit unserem wichtigsten Hab und Gut in Tüten und einem Rucksack erst einmal einen Kaffee gegönnt, um zu überlegen, was wir jetzt weitermachen sollen. Dann haben wir bei Booking.com ein Hotel in der Nähe des Flughafens gesucht und reserviert. Da es ziemlich weit außerhalb liegt, haben wir im Café andere Leute gefragt, wieviel ein Taxi dorthin kosten darf und es sollten nicht mehr als 25 Euro sein. Und es sollte ein Grand Taxi sein, weil die Petit Taxis nur in der Innenstadt fahren dürfen.

Wir standen an einer sternförmigen Kreuzung, dennoch fuhr kein einziges Grand Taxi in unsere Richtung. Allerdings hielt ein Petit Taxi. Er hat erst einmal erklärt, daß an der Stelle der Straße kein Grand Taxi fährt (was ich ein wenig komisch fand, weil ich gerade zuvor einen Polizisten gefragt hatte, wo wir ein Grand Taxi finden können und er uns gesagt hatte, wir sollten uns da hinstellen) – aber es kam ja wirklich keines vorbei.

Als ich ihm dann erklärte, wo wir hinwollen und wir maximal 25 Euro dafür bezahlen wollen, hat er mir erkärt, daß der normale Fixpreis zum Flughafen oder in die Nähe dorthin 40 Euro beträgt. Das wollten wir nicht bezahlen und außerdem hätte er uns ja doch nicht hinfahren dürfen. Jedenfalls hat er eine kurze Runde gedreht und dann wieder bei uns gehalten. Diesmal wollte er uns zu einem Grand Taxi bringen und er hat versprochen, den Preis mit dem Fahrer auszuhandeln, daß wir nur 20 Euro bezahlen müssen und er wollte 5 Euro. Darauf haben wir uns eingelassen und er hat aus dem fahrenden Auto heraus ein Grand Taxi angehalten und der Fahrer hat den Deal mitgemacht, Letzendlich hat das Petit Taxi 5 Euro für eine sehr kurze Strecke bekommen und dem Grand Taxi haben wir 22 Euro gegeben.

Jetzt sind wir in einem Riad in der Nähe des Flughafens

und haben heute abend von Frau Graetz erfahren, daß wir morgen auf keinen Fall fliegen. Wir erfahren aber morgen, wann wir fliegen können. Leider ist unser Hotel morgen abend schon ausgebucht, aber sie suchen nach einer Lösung. Uns ist es eigentlich egal, ob wir hier bleiben können oder noch einmal in ein anderes Hotel in der Nähe umziehen müssen. Wir haben ja nicht viel Gepäck…

Das Wichtigste war aber erst einmal Duschen – und zwar richtig ausgiebig und schön warm!!! Das war mal wieder ein Genuss. Dann hieß es noch 3 Stunden Zeit überbrücken bis zum Abendessen und dort war es sehr interessant heute abend. Das Riad wird sehr familiär geführt und deshalb durften wir Gäste uns nach der Suppe alle einzeln vorstellen bei den anderen Gästen, d.h. erzählen, was man erlebt hat und was man angeschaut hat. Die erste Familie kam aus Amerika mit einem, Sohn und einer Tochter, die beide studiren. Der Vater war beruflich in Agadir an einer Universität und er unterrichtet deutsch. Der nächste Tisch waren 2 chinesische Studentinnen, die in New York studieren, dann kam ein Paar aus dem französischen Teil aus Kanada (er war aus Marokko und sie haben seine Familie besucht – die Frau zum ersten Mal und sie war total begeistert). Dann kam noch ein Alleinreisender aus Spanien und eine Familie, bei der wir nicht verstanden haben, woher sie kam.

Und zum Schluss haben wir ein bißchen von uns und unserem Hanomag und dem Dilemma mit der Autopanne erzählt. Aber vorher haben wir noch gesagt, wie gut uns unsere Reise dieses Jahr gefallen hat und haben besonders die Wüste hervorgehoben.

Riad Hamdani in Casablanca

29 – Immer noch Panne in Casablanca

29 – Immer noch Panne in Casablanca

Sind keinen Schritt weiter heute!

Es ging heute den ganzen Tag so weiter, wie es heute morgen angefangen hatte. Der Mechaniker (mit nur 1 Zahn im Mund) kam viel später als er gestern versprochen hatte (bei ihm hat es angeblich geregnet um 8 Uhr – dabei wohnt er nur 2 Straßen weiter und bei uns hatte es nicht geregnet!). Dann mussten wir weg von der Tankstelle und wurden abgeschleppt zu ihm vor die Werkstatt. Heute morgen dachten wir noch, daß die schnelle Hilfe vom ADAC aus Marokko kam. Wie wir jetzt wissen, sind das Abschleppunternehmen, die die Autos schnell zur Fähre bringen.

Das hätte uns aber nichts genützt, weil wir von Genua nicht weitergekommen wären. Und wir hätten erstmal 250 Euro zahlen müssen, damit unser Auto von der Fähre runtergeschleppt wird. Aber die Abschlepper waren sehr nett und kamen immer innerhalb von ein paar Minuten. Und außerdem hatte der ADAC Deutschand sie organisiert, nicht wir. Wir dachten nur, daß das der ADAC ist.

Abschleppdienst in Casablanca

Abschleppdienst in Casablanca

Damit wurden wir 2 Straßen weiter vor die Werkstatt des Mechanikers geschleppt. Ich stelle hier mal ein Bild von der sogenannten Werkstatt rein, damit ihr mal seht, wie sowas hier aussieht. Da hätte der Hanomag nie reingepasst und eine Grube oder Hebebühne gibt es hier auch nicht:

Werkstatt in Casablanca

Autowerkstatt in Casablanca

Der Mechaniker mit dem einen Zahn, dem wahrscheinlich die Werkstatt hier gehört, ist auf dem nächsten Bild zu sehen (der mit der blauen Mütze):

Jedenfalls hat er den halben Tag mit Hannes unter dem Auto gelegen und am Getriebe rumgeschraubt. Hannes ist bald verrückt geworden und war total genervt. Eigentlich war das Problem gestern noch gar nicht so groß – o.k., es war die Schaltgabel vom 1. und 2. Gang abgebrochen, aber was der Typ dann gemacht hat, war eine Katastrophe! Er wollte, daß Hannes versucht, rückwärts zu fahren. Dadurch hat sich die Schaltgabel an der Seitenwand im Getriebekasten verkeilt. Der Typ meinte danach immer noch: „Alles kein Problem!“

Jedenfalls hat Hannes irgendwann die Reißleine gezogen und wir haben wieder bei den „Abschleppern“ angerufen, in dem Glauben, daß das der ADAC von Marokko ist. Damit waren aber die Probleme noch nicht gelöst. Hannes musste erstmal dem Mechaniker klar machen, daß hier und jetzt Schluss war mit Weiterarbeiten und er nicht wollte, daß er noch einen Handschlag macht. Dieser hatte aber gestern einen Preis von 100 bis 150 Euro mit uns vereinbart und uns versichert, daß alles kein Problem sei und der Hanomag bis um 16 Uhr fertig ist. Jetzt kamen erst mal wieder die Abschlepper ins Spiel und haben versucht, ihn zu besänftigen (den Mechaniker). Der hat ständig behauptet, daß es nur noch 2 kleine Schrauben wären und dann ist alles ganz schnell wieder zusammengeschraubt. Da ich aber weiß, was Hannes alles selber kann und dieser kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, war mir auch lieber, daß der Kerl endlich aufhört, an „unserem Baby“ rumzuschrauben!!!!

Die wollten dann, daß wir wieder den ADAC in Deutschland kontaktieren, um zu fragen, wie es jetzt weitergehen soll. Vom ADAC in Deutschland haben wir dann eine Nummer vom ADAC in Marokko bekommen. Das war dann eine Frau Graez, die bereits hundertmal versucht hatte, uns zu erreichen. Leider hat man ihr gestern die Nummer des Mechanikers gegeben und der lag ja mit Hannes den ganzen Tag unterm Hanomag und ist nicht ans Telefon gegangen!!! Wir waren Gott froh, daß Frau Graez deutsch sprach und wir endlich eine kompetente Ansprechpartnerin hatten.

Sie ist die einzige ADAC-Vertretung in Marokko und sie hat uns auch gesagt, daß sie gestern frei hatte und deshalb die Abschleppfirma kam. Na ja, jetzt wissen wir das auch. Dann hatten wir ständig technische Probleme mit dem Telefonieren. Wir haben xMal neue „Recharge“ für das Telefon gekauft, weil dauernd etwas nicht ging. Nach kurzen Telefonate mit dem ADAC in Deutschland war gleich das ganze Guthaben weg. Und das, obwohl der ADAC immer gleich zurückgerufen hat. Wir haben aber beide gerade marrokanische Karten in unseren Handys, das macht alles nicht einfacher…

Schlussendlich kümmert sich Frau Graez jetzt um den Rücktransport des Hanomags. Er wird morgen früh abgeholt und wir können heimfliegen. Damit verfällt zwar unser Fährenticket – aber wir sind schneller zu Hause, als gedacht! Wir wissen noch nicht, wann das Auto abgeholt wird, sind aber solange im Auto und „bewachen“ es. Wir hatten ja sämtliches Werkzeug draußen heute und man weiß ja nie: „Gelegenheit macht Diebe“!

Zu allem Übel klopft der Typ dauernd an die Tür des Hanomags und will mit uns über den Preis verhandeln. Dabei hat er gestern gesagt, daß wir nichts zu bezahlen bräuchten, wenn er die Arbeit nicht fertig kriegt. Er bringt dauernd jemanden mit, der englisch spricht, weil er mit französisch bei Hannes nicht weiterkommt. Aber wir hatten ihm gestern schon 30 Euro bezahlt und er hat eigentlich nichts geschafft, außer Hannes in Rage gebracht. Wir haben ihm nach endlosen Diskussionen eine Flasche Wein gegeben und er hat uns zum Schluss die Hand gegeben. Wir sind froh!!!!!

Den Kühlschrank hatten wir heute mittag schon leer gemacht, als klar war, daß wir nicht mit dem Auto weiterfahren können. Die meisten Lebensmittel haben wir dem Mechaniker geschenkt und ein paar notwendige Dinge wie unser Technik-Equipment haben wir schon gepackt. Leider haben wir keine Tasche mehr. Wir hatten eine, haben sie aber Mbarek geschenkt. Und diesmal hatten wir unsere Kleidung direkt in Fächer im Hanomag gepackt, damit wir keine unnötigen Taschen dabei haben. Na ja, ein paar Tüten müssen halt reichen.

Wir haben seit über einer Woche nicht geduscht, weil wir keine Gelegenheit hatten und sollten wir erst übermorgen fliegen können, gehen wir morgen hier noch ins Hammam. Das wäre dringend notwendig!

Morgen erfahren wir, wie es weitergeht von Frau Graez. Sie hat übrigens mal in Riedenberg bei Sillenbuch gewohnt – ganz in unserer Nähe. Und wer jetzt denkt, ach die Armen,… wir hatten noch eine Dose Kalbsgulasch, ein Glas Rotkohl und haben uns Nudeln dazu gekocht. Wir trauen uns nicht mehr, den Hanomag zu verlassen und die Kartoffeln hatten wir schon verschenkt. Eine halbe Flasche offener Wein war auch noch da, was will man mehr?!?

Also morgen schreíbe ich, wie es weitergeht!!!!

Wir sehen uns bald!!!!! Inshallah!!!!!!

Eure Biggi und Hannes (nach dem Festschmaus nicht mehr so verzweifelt!!!!

Casablanca

28 – Sitzen mit Getriebeschaden in Casablanca fest

28 – Sitzen mit Getriebeschaden in Casablanca fest

Nur soviel für heute – wir sitzen in Casablanca fest!

Das Getriebe ist leider kaputt. Und das ausgerechnet mitten im Berufsverkehr in der Nähe der Moschee Hassan II. Ich habe morgen mehr Zeit zum Schreiben, wir müssen jetzt schlafen, direkt an einer Tankstelle – da konnten wir gerade noch reinrollen und da stehen wir bis morgen früh um 8 Uhr, da kommt jemand, der es bis spätestens 17 Uhr reparieren kann (wollen wir das mal glauben!!!!).

Wir haben die Nacht im Hanomag verbracht an der Tankstelle. Heute morgen waren wir schon vor 7 Uhr wach, es war so laut und wir waren gespannt, ob der Mechaniker wirklich um 8 Uhr kommt! Natürlich kam er nicht um 8 Uhr. Hannes ist dann zu seiner Werkstatt gelaufen – er hat noch geschlafen. Um 9 Uhr kam er dann… Danach hat uns der Besitzer der Tankstelle erst einmal klargemacht, daß wir das Auto hier nicht reparieren könnten, da sie einen Tanklastzug erwarten und es außerdem zu gefährlich sei wegen Feuer… (es muss ja geschweißt werden)… Gott sei Dank, hatten wir gestern noch beim ADAC angerufen und sie haben sofort jemanden geschickt, der uns bei der Übersetzung mit dem Mechaniker geholfen hat.

Ihn hatten wir nach Eintreffen des Mechanikers auch wieder angerufen, weil der Hanomag in seine Werkstatt abgeschleppt werden musste. Nach einer weiteren Stunde kam dann der Abschlepper mit dem netten Mitarbeiter vom ADAC. Dank unsers Abschleppseils stehen wir nun 2 Straßen weiter in einer „Hinterhof-Reparatur-Werkstatt“. Parallel schreibt Hannes per WhatsApp nach Deutschland an André Kreidel, bei dem wir das benötigte Ersatzteil bekommen könnten. Allerdings schaffen wir dann die Fähre morgen abend nicht. So wie es aussieht, klappt das mit dem Getriebeausbau hier nicht. Der Mechaniker schraubt jetzt zusammen mit Hannes seit Stunden daran rum und beide werden immer verzweifelter.

Haben jetzt wieder beim ADAC angerufen, daß der freundliche Mitarbeiter kommen soll, damit wir besprechen, wie es weitergehen kann/soll…

 

Casablanca

27 – Essaouira und Weiterfahrt nach Lalla Fatna

27 – Essaouira und Weiterfahrt nach Lalla Fatna

 

Gestern haben wir noch einmal den Lampenladen vom Vortag aufgesucht, um auch noch zwei größere Laternen für unsere Terrasse zu kaufen. Die Verhandlungen gestalteten sich jedoch schwieriger als am Tag zuvor. Wir hatten uns schon vorher überlegt, daß wir bis zu 50 Euro pro Laterne bezahlen würden, wußten aber überhaupt nicht, wieviel sie kosten würden. Nach dem Preis gefragt, sagte er 40 Euro für eine Lampe. Da hätten wir eigentlich gleich zuschlagen können – wollten wir aber nicht, schließlich kann man den Preis ja noch verhandeln… Er sagte aber gleich, daß da nichts mehr zu machen sei und dass das sein letzter Preis wäre.

Na ja, nach langem hin und her, hat er dann noch etwas nachgegeben und wir haben die Lampen für 35 Euro je Stück bekommen. Sie sind zwar ein bißchen sperrig, aber wir haben das Auto fast leer „gegessen“, sprich keine Vorräte mehr, da passt es schon. Es sind die beiden großen schwarzen Lampen links. Schwarz passt eigentlich nicht so gut zu unserem Holz, aber Hannes will sie noch sandstrahlen und dann wird es irgendwann so rostig aussehen, wie die Laternen rechts. Die gefallen uns besser…

Lampen in Essaouira

Lampen in Essaouira

Die Lampen sahen verpackt wie zwei Raketen aus

und da sie so sperrig waren, haben wir sie erst einmal zum Auto geschleppt. Das hatten wir vorsorglich direkt am Eingang zur Medina geparkt, damit der Weg nicht so weit ist. Dann wollten wir eigentlich einen Fisch am Hafen kaufen und ihn uns braten lassen, wie wir das letztes Jahr direkt am Hafen bei anderen gesehen hatten. Zum Glück hat uns kein Fischstand so richtig gut gefallen und wir haben ohne Fisch einen Rundgang an Hafen gemacht, um festzustellen, daß es die Fischbratstelle vom letzten Jahr gar nicht mehr gab. Gott sei Dank hatten wir keinen Fisch gekauft.

Dann war es aber auch schon wieder Zeit für eine Fischmahlzeit in den Zelten, in denen wir gestern auch gegessen hatten. Für 15 Euro hatten wir gestern eine riesige Fischplatte mit Salat und Brot und einem Getränk für jeden von uns. Heute wollten wir nur großen Fisch und sonst nichts, dafür mit Pommes frites – hat heute 18 Euro gekostet zusammen. Das geht ja noch – für unsere Verhältnisse ist es allemal günstig, gell?!? Leider kam der vorhergesagte Regen tatsächlich und wir beschlossen, ein bißchen weiterzufahren. Dafür haben wir unterwegs immer mal wieder einen Regenbogen gesehen.

Unsere Fahrt führte uns durch den Ort Safi – eine Stadt mit einem riesigen Hafen und jeder Menge Chemie. Wir hatten trotzdem Lust auf einen Kaffee und haben eine Pause eingelegt. Da hat es plötzlich ganz laut gerumpelt, als wäre ein Hubschrauber im Anflug. Das war in Wirklichkeit ein ziemlich langer Güterzug, der an uns vorbeituckerte. Kurz danach haben wir unseren ersten Unfall gesehen. Ein Auto hatte sich überschlagen. Der Krankenwagen war schon da und ein Verletzter lag drin, die Tür stand offen. Also da bin ich schon erschrocken und dachte, hoffentlich müssen wir nie in so einem Krankenwagen liegen.

Das war nur so eine rote Pritsche und er lag auf der Seite liegend drin. Der andere Verletzte konnte noch laufen, nur sein Arm sah komisch verdreht aus. Was mich gewundert hat war, daß alle Autos stehengeblieben sind an der Unfallstelle, um da zuzuschauen. Es war komischerweise auch kein anderes Auto beteiligt, wahrscheinlich hat er mit dem Handy gespielt und ist von der Straße abgekommen. Oder er hatte Aquaplaning, das war heute die ganze Strecke über besonders schlimm. Überall bildeten sich riesige Pfützen und die Straßen waren teilweise überflutet. Jedenfalls waren beide am Leben und das war das Wichtigste. Wir sind als einzigste weitergefahren…

Dann kam ein Stellplatz, den wir letztes Jahr schon einmal angeschaut hatten, aber nicht übernachtet. Dieses Mal wollten wir dortbleiben. Es ging eine steile Serpentinenstraßen hinunter zum Strand. Und auch wenn niemand außer uns dort war, saß dort ein Mann und hat 3 Euro kassiert für’s Übernachten. Der Platz ist wirklich sehr schön und das Naturschauspiel mit dem Regenbogen konnten wir mehrfach genießen.

Die Bilder hat alle Hannes am nächsten Morgen gemacht. Nachts hat es wirklich schrecklich geregt und gestürmt. War schon ein bißchen unheimlich. Auch hier gab es jede Menge freilaufende Hunde – habe sogar Welpen gesehen. Und jetzt weiß ich auch, wie sie gemacht wurden (allerdings waren das hier zwei Rüden, hat Hannes gesagt)

Zwei Rüden am Stellplatz in Lalla Fatna

Zwei Rüden am Stellplatz in Lalla Fatna

 

Lalla Fatna