Freitag, der 13. Januar 2017 – wieder zurück im Ländle

Freitag, der 13. Januar 2017 – wieder zurück im Ländle

An unserem allerletzten Tag in Marokko haben wir morgens noch einmal den „Dorfplatz“ in Moulay Bousselham fotografiert:

Moulay Bousselham

„Dorfplatz“ in Moulay Bousselham

 

Und dann ging es weiter Richtung Tanger zur Fähre und da stehen wir zur Abfahrt bereit:

Abfahrt in Tanger

Abfahrt in Tanger

Dann hatten wir viiiiiieeeeeeeel Zeit auf der Fähre, ich hab gelesen und Hannes hat im Handbuch zur Kamera geguckt, wie man einen Sonnenuntergang besser fotografieren kann…

… doch dann kam erst mal der Sonnenaufgang während unseres Aufenthaltes in Barcelona (das hat Hannes fotografiert, für mich war das viel zu früh!!!!!)…

    Aber wo ein Sonnenaufgang ist, folgt unweigerlich auch ein Sonnenuntergang, der wirklich sehr schön war mit neuer Kameraeinstellung und Datum und Uhrzeit…

      Und nach endlosen Tagen auf der Fähre, einer langen Fahrt von Genua über Mailand durch die Schweiz, sind wir Donnerstag abend um 22.30 Uhr wieder gesund angekommen in Stuttgart – nach 4.710 gefahrenen Kilometern.

      Wieder zurück im Ländle

      Wieder zurück im Ländle

       

      Liebe Leser dieses Urlaubs-Blogs, liebe Nachbarn, Freunde und Familie,

      wir sind wieder zurück in Stuttgart von einem unvergesslich schönen Urlaub in Marokko. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, dieses uns bis dahin unbekannte Land kennenzulernen…

      Gerne haben wir Euch ein bißchen mit auf unsere Reise genommen und diesen Blog geschrieben. Herzlichen Dank für die vielen, netten Kommentare, die Ihr uns geschrieben habt. Darüber haben wir uns sehr gefreut und waren täglich schon gespannt, ob uns jemand geschrieben hat… und was…

      Ganz besonders bedanken möchten wir uns zum Schluss bei Herrn Bach, der es überhaupt erst ermöglicht hat, daß Hannes das ganze Jahr über die Werkstatt für den Ausbau des Hanomags nutzen durfte. Desweiteren bedanken wir uns bei der Firma AMS aus Kemnat, Firma Holz Waidelich aus Waldenbuch, Firma Auto-Eberle aus Echterdingen, Jürgen Münch, Thomas Lächele und zu guter letzt bei Tommy Kraft.

      8. Januar 2017 – Fisch braten lassen in Moulay Bousselham

      8. Januar 2017 – Fisch braten lassen in Moulay Bousselham

      Hätte gar nicht gedacht, daß wir heute noch einmal so einen schönen Tag hier erleben. Wir sind auf demselben Campingplatz wie am Anfang der Reise (am zweiten Tag waren wir schon einmal hier).

      Lagune direkt vor dem Campingplatz mit ankommenden Fischerbooten in Moulay Bousselham

      Von unserem Stellplatz aus konnten wir direkt auf die kleine Lagune vor uns blicken, wo ein reges Treiben und ankommende Fischerboote zu sehen waren. Da sind wir gleich hin und haben uns ein wenig umgeschaut…

      Auf dem weiteren Weg nach oben ins Dorf, wollte ein Mann unbedingt, daß wir ihn mit seinem Sohn auf dem Arm fotografieren, damit dieses Foto nach Deutschland kommt. Den Wunsch haben wir gerne erfüllt:

      Fisch gekauft und braten lassen – welch interessante Erfahrung

      Im Dorf oben, haben wir einen kleinen Souk (Markt) entdeckt und dort scheint es üblich, daß man Fisch kauft und ihn sich braten lässt. Das wollten wir gleich ausprobieren. Wir kannten zwar die meisten Fische nicht, ich weiß aber, daß „mein Spezialgeschäft Längerer“ in Möhringen Doraden verkauft, also sollte das schon ein Fisch der Extraklasse sein…  und siehe da, man kannte und hatte es auch. Je größer, desto besser, dachten wir und haben ein Prachtexemplar erworben.

      Mit unserem Fisch in der Tüte haben wir zufällig ein deutsches Ehepaar getroffen, die uns erzählten, daß es hier auch köstliche Seezungen gibt. Da haben wir gleich auch noch eine dazugekauft und ab ging es zum Grillen damit. Ungefähr in der Mitte des Platzes, wo sämtliche Fischstände und auch ein Fleischstand war, konnte man den Fisch abgeben. Jetzt hieß es nur noch abwarten und hoffen, daß wir auch den Fisch bekamen, den wir abgegeben hatten. Hat alles wunderbar geklappt und wir konnten fein speisen…

      Fischer warten bereits für eine Tour durch die Lagune auf uns

      … um uns mit ihrem Boot durch die Lagune zu schippern und uns „angeblich“ zu den Flamingos zu bringen. Die waren leider heute nicht zu sehen, aber es gab allerhand andere Vögel auf der Fahrt. Die Flamingos sind längst in wärmere Gefilde unterwegs…

      Zurück am Hanomag, war es schon wieder Zeit für einen Sonnenuntergang…

      Danach hatten wir endlich Zeit, unsere gekauften Telefonkarten abzutelefonieren und da Dennis (Hannes Ältester heute den 28. Geburtstag hat), war das ein willkommener Anlass.

      7. Januar 2017 – Rabat, welch beeindruckend schöne Hauptstadt

      7. Januar 2017 – Rabat, welch beeindruckend schöne Hauptstadt

      Eigentlich wollten wir heute direkt nach Moulay Bousselham auf den Campingplatz fahren, auf dem wir am zweiten Abend hier in Marokko schon einmal waren. Unser Weg führte uns eher zufällig direkt durch Rabat – die Hauptstadt von Marokko. Es ging eine sehr lange Brücke über einen Flussausläufer und das sah wirklich so schön aus hier, daß wir spontan geparkt haben. Erst sind wir direkt gegenüber durch eine Stadtmauer in eine Art Medina geraten, wo wie überall das Gleiche angeboten wird. Ich glaube, es gibt nichts, was es nicht gibt. Nur, wie die Sachen angeboten werden, ist schon abenteuerlich:

      Hab dann mehr zufällig auf der Navigation gesehen, daß ganz in der Nähe – praktisch auf der anderen Seite des Flusses – eine große Kasbah sein soll. Da sind wir dann hingefahren. Es waren nur ein paar Meter den Berg hinauf und plötzlich standen wir vor der riesigen Kasbah, wo uns ein „Führer“ erzählte, daß in deren Inneren 3000 Familien wohnen. Wir konnten uns das gar nicht vorstellen und sind dann auf eigene Faust durch den Eingang reingelaufen. Und tatsächlich liegt hinter der Mauer keine Ruine, wie ich vermutet hatte, sondern ein blau-weisses Stadtviertel…

      In der Kasbah von Rabat

      In der Kasbah von Rabat

      Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir so schöne Ausblicke, die wir natürlich fotografiert haben:

      Nach diesem spontanen Aufenthalt sind wir erst im stockdunkeln in Moulay Bousselham angekommen und bleiben morgen noch einen Tag hier.

      6. Januar 2017 – Casablanca mit der großen Moschee am Freitag

      6. Januar 2017 – Casablanca mit der großen Moschee am Freitag

      Heute waren wir die zweitgrößte Moschee der Welt in Casablanca besichtigen (so stand es zumindest im Reiseführer). Bei der Führung wurde uns aber gesagt, daß es die drittgrößte Moschee der Welt sei (nach Mekka – das ist die größte und die zweitgrößte soll in Abu Dhabi sein und wurde vermutlich nach dieser hier fertiggestellt).

      Die Hassan-II.-Moschee (arabischمسجد الحسن الثانيMesdschid al-Hasan ath-thānī, DMGmasǧid al-ḥasan aṯ-ṯānī) in Casablanca ist eine der größten Moscheen der Welt.

      Ihr Minarett ist mit 210 Metern Höhe das derzeit höchste Minarett und das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Sie wurde anlässlich des 60. Geburtstags des damaligen marokkanischen Königs Hassan II. erbaut und 1993 fertiggestellt.

      2500 Arbeiter und 10.000 Handwerker arbeiteten sechs Jahre lang an der Moschee. Am 30. August 1993 wurde der Bau eingeweiht. Bis zu 25.000 Personen finden in der Gebetshalle von 20.000 Quadratmetern Platz. Technische Besonderheiten sind ein sich automatisch öffnendes Dach, Fußbodenheizung in der Gebetshalle und ein grüner Laserstrahl, der nachts Richtung Mekka zeigt. Die Moschee darf auch von Nicht-Muslimen gegen Eintrittsgeld betreten werden.

      Da wir ein bißchen außerhalb auf einem Campingplatz in Casablanca (Mohammedia) stehen – siehe Bild unten,

      Campingplatz in Casablanca

      haben wir ein Taxi zum Bahnhof genommen und sind mit dem Zug nach Casablanca gefahren. Vom Bahnhof konnte man die Moschee schon sehen und es war ein gemütlicher Spaziergang dorthin.

      Moschee Hassan II. in Casablanca

      Moschee Hassan II. in Casablanca

      Da heute zufällig Freitag war, war ganz schön was los in der Moschee. Wir wußten schon, daß freitags nur um 9 und um 14 Uhr Führungen angeboten werden und waren gegen Mittag dort. Freitags ist für viele Moslems der Tag, an dem sie zum Beten in eine Moschee gehen…

      Eingang der Moschee Hassan II. in Casablanca

      Eingang der Moschee Hassan II. in Casablanca

      Wir mussten abwarten, bis alle drin waren, das Gebet fertig war und alle gegangen waren. Dann konnte man für 12 Euro pro Person ein Ticket kaufen und die Führung machen. Die deutsche Gruppe war am kleinsten. Wir waren nur ca. 10 Personen.

      Man zieht sich an der Tür die Schuhe aus und geht barfuß rein. Unter der Moschee gibt es die Möglichkeit, sich die Füße zu waschen. Das Ganze vollzieht sich nach einem bestimmten Ritual (dreimal Hände waschen, dreimal Gesicht waschen, dreimal die Nase, dreimal die Ohren, dann den Kopf und danach die Unterarme und zum Schluß die Füße). Männer und Frauen gehen und bleiben getrennt in einer Moschee. Die Männer beten unten und die Frauen gehen durch separate Eingänge und müssen oben beten. In dieser Moschee gibt es sogar ein Hammam und ein Schwimmbad. Das wurde bisher aber noch nie benützt. Warum die das dann eingebaut haben, verstehe ich nicht,…

      Hier kommen ein paar Bilder, die wir heute bei der Besichtigung der Moschee gemacht haben:

      Das Dach kann man öffnen, was bei anderen Moscheen nicht geht. Das ist wegen der Belüftung, wenn es im Sommer sehr heiß und stickig ist, dann wird oben das Dach automatisch geöffnet… Erbaut wurde die Moschee von einem französischen Architekten und einer französischen Baufirma. Finanziert wurde es angeblich vom Volk, nicht immer ganz freiwillig, wie wir gehört haben.

      Nach der Besichtigung sind wir noch durch die kleine Medina hier geschlendert (ist aber längst nicht so schön wie in anderen Städten, dafür ganz ohne den Touristenrummel). Man konnte aber hauptsächlich Reparatur-„Werkstätten“ sehen oder Tischlerhandwerk.

      Danach haben wir einen Kaffee an einem kleinen Platz getrunken und ich habe von Hannes ein hübsches Foto gemacht:

      Hannes bei Kaffeepause in Casablanca

      Hannes bei Kaffeepause in Casablanca

      Dann haben wir uns am Hafen umgesehen und ein nettes Fischlokal gefunden, wo wir den Abend bei einer Fischplatte und Crème brulée haben ausklingen lassen,

      Zurück gings wieder mit dem Zug und Taxi. Die hatten doch tatsächlich versucht, uns zu siebt ins Taxi zu kriegen. Vorne saßen schon drei und Hannes und ich sollten hinten einsteigen. Ich saß schon, als der Taxifahrer noch zwei andere Leute mitnehmen wollte. Aber so sehr wir uns auch bemüht haben, Hannes hat nicht mehr reingepasst. Da bin ich auf der anderen Seite wieder ausgestiegen und wir wollten schon ein anderes Taxi nehmen, da ist dann der eine Mann wieder ausgestiegen, Gott sei Dank und wir konnten losfahren.

      5. Januar 2017 – Fahrt von Marrakech nach Casablanca

      5. Januar 2017 – Fahrt von Marrakech nach Casablanca

      Heute haben wir uns „Zeit gelassen“ und sind gemütlich nach dem Frühstück nach Casablanca aufgebrochen, nicht ohne vorher unseren Stellplatz hier zu fotografieren. Der war direkt hinter einer Moschee und dem „Platz der Gehängten“… Eine Sackgasse nur mit bewachtem Parkplatz, der auch von Teppichhändlern benutzt wird, wie wir heute morgen festgestellt haben. Neben uns stand ein blauer Bus, der war von oben bis unten mit Teppichen beladen und die Besatzung hat neben dem Auto wahrscheinlich auf einem Teppich auf dem Boden geschlafen. Sie haben alles mit Teppichen zugehängt, sodaß wir nicht reinsehen konnten, Jedenfalls haben sie gegen Mittag angefangen, einen Teppich nach dem anderen auszubreiten und übereinanderzustapeln – mitten auf dem Parkplatz und ein Teppichhändler hat sie begutachtet und welche ausgesucht…

      Dann ging es los Richtung Casablanca. Und was sehe ich plötzlich?!? … einen Yves Rocher Laden! Den hab ich gleich fotografiert:

      Yves Rocher Geschäft in Marrakech

      Yves Rocher Geschäft in Marrakech

      Am Ortsausgang von Marrakesh standen auf einmal alle 10 Meter Polizisten und uns kam es vor, als wäre der Präsident irgendwo in der Nähe… soviel Security hatten wir noch nicht auf einmal gesehen. Bei der Kutschfahrt gestern hat uns der Kutscher gesagt, daß wir den Präsidentenpalast nicht fotografieren dürfen. Deshalb habe ich mal nur ganz schnell die Kamera hochgehalten und schwupps heimlich ein Bild gemacht…

      Ab jetzt sind wir nur noch schnurgeradeaus gefahren und hatten kaum landschaftliche Abwechslung, es gab einfach nichts, was wir hätten fotografieren können,

      Deshalb haben wir heute mal ein kleines Video gedreht im Hanomag, damit ihr mal seht, wie wir hier „hausen“…

      Morgen gehen wir nach Casablanca, die angeblich zweitgrößte Moschee anschauen, die man auch als Nicht-Moslem besichtigen darf.

      Und jetzt viel Spaß mit dem Video…

      4. Januar 2017 – Wir lassen uns treiben in Marrakesh

      4. Januar 2017 – Wir lassen uns treiben in Marrakesh

      Heute sind wir erst gegen Mittag gestartet, um den Tag in Marrakesh zu verbringen. Da wir ganz in der Nähe der Medina auf einem bewachten Parkplatz stehen (ohne Dusche und Klo) haben wir gleich unsere „Badesachen“ mitgenommen, um gegen abend ein Hammam aufzusuchen.

      Zu Beginn haben wir erst mal eine Kutschfahrt gemacht – es ging erst ein Stück durch die Medina (Altstadt) und dann zwischen Autos, Rollern, Fahrrädern, jede Menge anderer Kutschen auf der Straße in die Neustadt, wo wir am Präsidentenpalast und anderen Sehenswürdigkeiten vorbeigaloppiert sind.

      Den Preis hatten wir vorher mit 200 Dirham (20 Euro) verhandelt. Es sollte eine Stunde dauern und die „große“ Runde beinhalten. Da wir ja nicht wußten, was er unter „großer Runde“ versteht, haben wir mal beim Start auf die Uhr geschaut… und nach genau 40 Minuten waren wir wieder am Ausgangspunkt. Den Kutscher darauf angesprochen, hat er doch glatt schlagfertig behauptet: „Seine Pferde seien schließlich im Galopp gelaufen und nicht so langsam wie die anderen…“ Wir haben trotzdem auf einer Extrarunde bestanden und diese auch bekommen.. das hat genau 2 Minuten gedauert (wir haben uns praktisch kurz im Kreis gedreht). Na ja, man will ja nicht meckern, die Pferde konnten mit Sicherheit eine Pause gut gebrauchen, sind sie mit uns ja im Galopp gelaufen…

      Kutschfahrt in Marrakesh

      Kutschfahrt durch Marrakesh

      Danach ging es weiter durch die Medina. So schön alles ist, nervt es nach kurzer Zeit doch ziemlich, daß man von jedem Händler angesprochen wird und man doch seine Waren „nur anschauen“ soll. Zwischendrin gibt es noch die Führer, die einem auch erzählen, wie gut sie sich auskennen und man alleine nicht mehr herausfände. Erschwerend kamen noch die „Herren“ dazu, die einem ein bestimmtes Lokal schmackhaft machen wollten. Wir sind praktisch in kein Lokal alleine reingekommen, sondern wurden immer von einem „Herrn“ nach oben gebracht (auf die Dachterrasse meistens).

      Hannes auf Dachterrasse in Marrakesh

      Hannes auf Dachterrasse in Marrakesh

      So landeteten wir auch nach kurzer Zeit wieder auf einer Dachterrasse, um dem bunten Treiben in aller Ruhe von oben zuzusehen. Da es mal wieder kurz vor Sonnenuntergang war, hatten wir den besten Ausblick von diesem Platz und ich habe etliche Fotos geschossen. Hier eine kleine Auswahl davon:

      Unsere Gedanken kreisten allmählich um den bevorstehenden Hammam-Besuch. Hannes war vor vielen Jahren mal in Istanbul in einem Hammam und ich war auch vor sehr vielen Jahren einmal im Türkei-Urlaub in einem Hammam. Was uns hier in Marrakesh jedoch erwarten würde, konnten wir uns nicht vorstellen. Also suchten wir mal wieder das im Reiseführer angepriesene Hammam per GPS. Dreimal im Kreis gelaufen und nix gefunden (das GPS hat in der Medina bei den kleinen Gassen so seine Probleme, wie uns schien…) haben wir doch einen „Führer“ in Anspruch genommen, der uns erklärte, daß es das besagte Hammam nicht mehr gibt. Stattdessen hat er uns selbstverständlich an ein anderes Hammam gebracht, das – wie konnte es anders sein – das Beste in der Gegend sein sollte – sehr günstig, versteht sich. Wir wollten dennoch zu der von uns gesuchten Adresse gebracht werden und dort gab es das angegebene Hammam tatsächlich nicht mehr. Aber es hatte „nur“ den Besitzer gewechselt und wir sind dort geblieben.

      Erwartungsvoll ging es eine steile Treppe nach oben. Dort wurden wir von einer Dame empfangen, die uns über die Preise aufgeklärt hat, bzw. uns einen Flyer in die Hand gedrückt hat, wo wir unter ca. 20 verschiedenen Angeboten wählen sollten. Das war uns zu kompliziert und wir haben einfach für jeden eine Massage (1 Stunde) und Hammam (1/2 Stunde) genommen. Pro Person machte das 300 Dirham (30 Euro).

      Dann ging es ein weiteres Stockwerk hinauf und dort sollten wir uns ausziehen… gesagt, getan und so lagen wir jeder auf einem „Schragen“ nebeneinander und warteten gespannt, was nun passiert. Ich habe noch vergessen zu erwähnen, daß Hannes seine Unterhose anbehalten hat… Als erstes wurden wir zugedeckt und sollten wohl relaxen. Wir haben es aber vorgezogen, uns zu unterhalten… im Hintergrund lief leise Musik und das Licht war aus…

      Zu unserer Freude kamen nach kurzer Zeit zwei Damen, denn plötzlich spürte ich, wie jemand begann, meinen Fuß zu massieren. Das ging dann so weiter und wurde nur unterbrochen, wenn wir mal wieder 5 Minuten dazwischen relaxen sollten. Als wir fertig waren, sollten wir den Damen ins Hammam folgen. Es ging wieder eine steile Treppe ein Stockwerk höher. Für den Weg nach oben wurden uns zwei Badeschuhe gegeben, die Hannes niemals gepasst hätten. Da mußten selbst die Damen lachen…

      Im eigentlichen Hammam wird man von Kopf bis Fuß gewaschen und immer wieder mit warmem Wasser übergossen. Insgesamt war das eine sehr interessante Erfahrung. Ich hätte mal gerne gewußt, wie so etwas in einem Luxus-Hammam ist (wahrscheinlich waren wir hier eher in einem Touristen-Hammam gelandet). Insgesamt waren wir ganz zufrieden und nach einer Stunde war der „Zauber“ auch schon vorbei…

      Den Abend haben wir wieder auf einer Dachterrasse ausklingen lassen, weil man von oben dem bunten Treiben genußvoll zuschauen kann – und nebenbei noch schöne Fotos schießen…