In Salamanca standen wir etwas außerhalb auf einem großen Parkplatz und hatten eine ziemlich kalte Nacht. Am nächsten Morgen hat es über uns getropft, weil wir gleich den Gasofen zum Heizen angemacht hatten und je wärmer es im Auto wurde, desto mehr tropfte es. Aber Hauptsache warm…

Wir sind dann nach Salamanca reingefahren und haben uns ein nettes Frühstückscafe ausgesucht.

Das sah innen sehr gemütlich aus und war direkt gegenüber der Universität. Irgendwie erinnerte es mich an ein altes Einrichtungsgeschäft. Dort waren Sessel und alte Couches zum Sitzen. Auf der Theke standen „Kuchen“, ich glaube, das waren Tortillas. Jedenfalls haben wir zum Kaffee jeder ein Stück von der Tortilla genommen (Eier mit geriebenen Kartoffeln und Schinken und eines mit Thunfisch und Hannes hatte noch Kartoffelwürfel). Das hat alles zusammen nur 3,20 Euro gekostet. Wir konnten das gar nicht glauben. Also 2 Kaffees, 3 Stück Tortillas und einmal Kartoffeln.

Die Stadt lag zwar noch im Nebel, man konnte aber dennoch erkennen, daß es eine wunderschöner Stadt ist. Hatte irgendwie den Flair von Tübingen, nur viel mehr alte Gebäude. Wir sind ein bißchen durch die Gassen geschlendert und irgenwann in einer Markthalle gelandet.

Leider hatten wir mal wieder viel zu wenig Zeit, weil wir ja noch bis San Sebastian fahren wollten und haben uns gegen Mittag auf die Weiterfahrt gemacht. Ich bin auch mal wieder ein Stück gefahren, um Fahrpraxis zu sammeln und Hannes zu entlasten.

Hannes hat übrigens sehr gelacht über meinen gestrigen Beitrag, wo uns die Ader überwältigt hatten. Ich meinte natürlich, daß uns der Anblick der Adler überwältigt hat…

Wir sind gestern erst sehr spät in San Sebastian angekommen und haben uns für einen Campingplatz entschieden, weil wir mal wieder Duschen und Haare waschen wollten. Es war schon halb neun und hat geregnet, als wir ankamen und die Dame an der Rezeption war sehr unfreundlich. Vielleicht, weil wir so spät noch ankamen…

Jedenfalls haben wir ausgiebig warm geduscht und uns anschließend noch was Warmes zum Essen gekocht. Es hat die ganze Nacht geregnet und wir standen irgendwie ziemlich schräg. Sind erst weit nach Mitternacht ins Bett gegangen. Wir hatten den Fernseher aufgebaut, weil wir ja Strom hatten und die Übernachtung 26,20 Euro gekostet hat, das wollten wir ausnutzen. Scheint doch schwäbisches Blut durch meine Adern zu fließen, im Gegensatz zu Hannes‘, der ja königlich blaues Blut in den Adern hat (behauptet er zumindest…).

Heute sind wir nur bis kurz nach Bordaux gekommen. Ich wollte unbedingt in Spanien noch Serrano Schinken und Käse für die Rückfahrt kaufen. Das hat gedauert… aber das schmeckt so lecker…

Jetzt stehen wir auf einem Autobahnparkplatz mit lauter LKW’s, ist ganz schön laut hier und ein dauerndes Kommen und Gehen von Trucks…

Morgen schauen wir mal, wie wir weiterfahren. Wir versuchen den Schnee zu umfahren, so gut es geht. Ich wäre ja viel lieber über Ligurien nach Hause gefahren – dort ist jeden Tag bestes Wetter mit ca. 17 Grad. Aber die Heimfahrt mit Gotthard und der Schweiz erschien uns die schlechtere Wahl, deshalb kommen wir jetzt quer durch Frankreich von Westen Richtung Stuttgart. Am Sonntag sind wir spätestens zurück!!!!!