19 – Erg Chegagga 2. Tag

19 – Erg Chegagga 2. Tag

Am nächsten Morgen haben wir ausgiebig bei schönstem Sonnenschein mitten in der Wüste gefrühstück. Das war sooo schön und für uns auf jeden Fall ein ganz besonders Highlight.

Frühstück in der Wüste Erg Chegagga

Frühstück in der Wüste Erg Chegagga

Doch dann ging es auch schon weiter. Wir wussten ja nicht, was uns noch bevorsteht. Die Landschaft war immer noch traumhaft schön und wir hielten immer wieder an, um zu fotografieren, oder die Drohne fliegen zu lassen. Da es immer wieder ganz grüne Stellen gab, wuchsen dort auch große grüne Früchte, die sich aber sehr hohl angefühlt haben. Wir müssen mal herausfinden, wie die heißen und ob man sie essen kann. Wir glauben aber nicht, weil wir sie nirgends anders gesehen haben. Und immer wieder kreuzen Kamele oder Esel den Weg – oder ganze Ziegenherden…

Je weiter weg wir aus der Wüste kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Und ein bißchen Wehmut kam auf. Am liebsten wären wir wieder zurück gefahren in die Wüste. Aber wir wollten ja weiter und langsam müssen wir auch an den Heimweg denken. Da Reiner Duhm mal einen Sonnenuntergang sehen wollte, haben wir an diesem Abend die Drohne fliegen lassen, um genau diesen einmal zu filmen. Doch leider waren wir schon zu weit draußen aus der Wüste und der Film ist nicht besonders gut geworden.

 

Erg Chegagga 2. Tag

18 – Erg Chegagga 1. Tag

18 – Erg Chegagga 1. Tag

Das erste Bild ist noch unser Übernachtungsplatz von gestern. Dann ging es weiter auf der „Piste“ ins Erg Chegagga!!!

Auf einmal sahen wir von weitem eine sandige Stelle mit einigen Kamelen. Bei näherem Ankommen war es eine Kameltränke mit einem Brunnen… und einige Nomaden, die mir ihren Kamelen dort waren. Wir sind direkt drauf zugefahren und haben angehalten. Direkt am Brunnen hatte eine Frau ein paar Souvenirs auf dem Boden ausgebreitet. Wir hatten sowieso vor, ihr etwas zu geben, deshalb haben wir ihr einfach etwas abgekauft und den von ihr gewünschten Preis bezahlt – ohne zu handeln (es waren 50 Dirham) für ein gelbes genähtes Stirnband und eine Tafel Schokolade hat sie so dazugekriegt!!!.

Dann ging es tiefer ins Erg Chegagga rein.

Die Landschaft war wunderschön und wir genossen jeden Augenblick.

Zwischendurch haben wir auch immer mal wieder die Drohne fliegen lassen… beim Arbeiten mit dem Schnittprogramm stürzt aber jedes Mal der Rechner ab, sodaß ich das erst zu Hause nachbearbeite, wenn wir wieder „richtiges Internet“ haben. Man glaubt gar nicht, was mitten in der Wüste los ist. Irgendwann kommt ein großes Zelt nach dem anderen. Und es kommen einem andauernd Jeeps mit vollgeladenen Touristen entgegen. Sie werden wie in der Erg Chebbi dort rausgefahren, um eine Nacht unter Sternenhimmel in der Wüste zu übernachten. Sie bekommen dort ein Abendessen und am nächsten Tag geht es wieder zurück in die Zivilisation. In der Erg Chebbi wurden die Touristen mit Kamelen zu den Zelten gebracht, hier sind es Jeeps, die mit abenteuerlicher Fahrweise über die Sandpisten brettern (das wäre schon mal nix für mich)

Dort haben wir dann auch Pause gemacht und sind eine kleine Sanddüne hochgeklettert.

Als wir so beim Kaffee sitzen uns mal wieder klar wird, was wir für ein großes Glück haben, dies alles zu erleben, dringen Motorradgeräusche zu uns. Und da sehen wir sie auch schon die Dünen hochfahren. Hätte gar nicht gedacht, daß sie da hochkommen. Aber mit etwas Anlauf sind sie die Dünen hoch und runtergefahren. Sie hatten uns auch gesehen und kamen näher, um zu schauen, ob wir auch Deutsche sind. Es waren zwei Jungs Anfang zwanzig aus Lörrach und wir haben uns eine Weile mit ihnen unterhalten, bevor sie zurück zu ihrem Schlafplatz gefahren sind (dort stand der Vater von einem der beiden), wir haben sie aber nicht mehr gefunden).

Dann fiel mir ein, daß ich ja den Teppich noch gar nicht fotografiert hatte. Gesagt getan, hat Hannes ihn gehalten und hier ist er endlich:

Als wir auch das erledigt hatten, kam mir die Idee, wir könnten euch ja eine Videobotschaft aufnehmen für Silvester. Erfahrungsgemäß sitzt ja keiner an Silvester um Mitternacht am Computer und wartet auf Nachrichten von uns. Deshalb haben wir kurzerhand einen kleinen Aufbau vor dem Hanomag erbaut und mit dem iPad eine Botschaft an Euch aufgenommen. Die stelle ich gleich separat rein, wenn der Beitrag fertig ist. Ausgesehen hat das Ganze so:

Danach wollten wir doch ein wenig weiter weg von den Touristenzelten einen Schlafplatz suchen und sind in Richtung der erklärten Schlafstelle der Motorradjungs gefahren. Gerne hätten wir gemeinsam mal wieder ein wenig Lagerfeuerromatik genossen, leider haben wir sie nicht gefunden. Wie sich herausstellte, war das gar nicht weiter schlimm, denn wir wollten endlich auch einmal unseren neuen Duschsack ausprobieren – und da ist es sowieso besser, wenn man alleine ist (wenn ihr versteht, was ich meine?!?)

Ich weiß gar nicht, warum wir in letzter Zeit so viel übers Essen schreiben… wir denken so oft, wie gut es uns geht und was wir alles kochen. Langsam habe ich das Gefühl, daß man kreativer sein kann, wenn man den Kopf frei hat und das geht hier ganz gut. Na jedenfalls hatten wir noch Spaghetti mit Trüffeln übrig und haben eine leckere Guacamole dazu gemacht. Nach der erfrischenden Dusche, die fast warm war dank der Sonne, konnte es uns kaum besser gehen!!!!!!!!

Erg Chegagga 1. Übernachtung