09 –  Fés nach Midelt

09 – Fés nach Midelt

Haben heute mal wieder technische Probleme…

Da wir hauptsächlich gefahren sind, hab ich tagsüber einige Videos mit dem iPad aufgenommen. Beim Bearbeiten in Premiere Pro hat der Laptop plötzlich nur noch rote Streifen gezeigt und ich war erst mal in Schockstarre!!! Der neue teure Apple Laptop wird doch nicht kaputt gehen?!? Doch zum Glück ging er nach einer Weile wieder an. Nur das Ganze ist beim zweiten Mal wieder passiert. Da wollte ich sicherheitshalber erst mal ein Backup machen, damit unsere Daten nicht verloren gehen… und sowas dauert…

Jetzt ist zwar das Backup fertig, aber der Blog noch nicht geschrieben, geschweige denn das Video fertig. Das Internet hängt ständig und ich kann keine Bilder hochladen. Wir sind aber auch irgendwo in einer kleinen Stadt (Midelt) und stehen mutterseelenallein auf einem „Campingplatz“. Da es bei unserer Ankunft schon fast dunkel war, hab ich gar nicht viel gesehen.

Jedenfalls waren wir heute schon früher auf als sonst und wollten mal früher als sonst losfahren, als wir feststellten, daß neben uns ein deutsches Wohnmobil mit WI-Kennzeichen stand… und mit den Besitzern haben wir uns gleich in ein Gespräch verwickelt, sodaß wir erst gegen Mittag losgekommen sind. An dieser Stelle liebe Grüße an Uschi und Reinhold, vielleicht treffen wir uns ja noch einmal zufällig…

Gleich nach der Abfahrt haben wir Störche auf den Zinnen eines Gebäudes sitzen sehen…

Störche in Fés

Störche in Fés

Danach ging es raus aus Fés und diesmal habe ich kaum fotografiert, weil ich ja mehr gefilmt habe. Leider konnte ich den Film nicht fertigmachen und kann heute nicht mehr viele Bilder zeigen. Aber zwischendurch sind wir durch den Ort Ifrane gefahren, der auch „marokkanische Schweiz“ genannt wird. Er liegt 1.650 m hoch und erstaunt durch seine europäisch anmutende Architektur. Wir hatten das im Reiseführer schon gelesen und es sah wirklich alles ein bißchen anders aus als sonst in Marokko.

Direkt in Ifrane haben wir ein Schild „Source de Vittel“ gesehen, worüber wir auch im Reiseführer gelesen hatte. Dort habe ich leider nur gefilmt, was ich ja hier gerade nicht zeigen kann. Auf jeden Fall sind wir da eine Weile entlang gefahren. Es sah aus wie ein großer Park und überall waren kleine Arme von Flüsschen… am Straßenrand standen überall Pferde, mit denen man durch das Gebiet hätte reiten können, das haben wir uns aber erspart…

Dann sind wir noch einmal durch Ifrane gefahren und fanden beide, daß es wirklich hier anders aussieht, als im übrigen Marokko. Die Bilder könnten doch auch aus der Schweiz oder Deutschland sein, oder?

Auf der Weiterfahrt haben wir plötzlich einige Berberaffen gesehen, die sassen oder spielten da an einem Parkplatz neben der Straße. Ich hatte die Scheibe zum Fotografieren runtergekurbelt, als einer blitzschnell am Baum hochkletterte und ich dachte schon, er springt gleich ins Auto. Hat er aber nicht gemacht, Gott sei Dank.

 

 

 

 

 

Midelt

08 – Fés, 2. Tag

08 – Fés, 2. Tag

 

Wir haben gestern abend gedacht, es wäre schön, noch einen Tag in Fés zu bleiben. Um uns den weiten Weg vom Campingplatz mit Bus und Taxi zu sparen, haben wir den Campingplatz verlassen und sind mit dem Hanomag direkt zu einem bewachten Parkplatz (Bab Bou Jeloud) gefahren. Unterwegs gab es mal wieder eine Polizeikontrolle, die uns aber bisher immer alle durchgewunken haben – so auch diesmal.

Polizeikontrolle in Fés

Polizeikontrolle in Fés

Kaum angekommen, hat der Parkwächter sich erst mal ausgewiesen und Hannes hat zum Spaß ein Foto von seinem Ausweis gemacht. Gekostet hat es 50 Dirham (5 Euro) und wir können hier auch über Nacht stehen bleiben. Direkt neben dem Parkplatz ist eine Schule.

Dann ging es wieder rein durch das schöne Tor Bab Bou Jeloud in die Medina.

Tor Bab Bou Jeloud zur Medina in Fés

Tor Bab Bou Jeloud zur Medina in Fés

Diesmal sind wir einem markierten Altstadtrundgang unseres Reiseführers von Edith Kohlbach gefolgt. Wir hatten uns für die blaue Route entschieden, aber es war fast unmöglich, alles nachzuvollziehen uns so sind wir nach kurzer Zeit wild umhergeirrt. Wir wollten uns trotzdem keinen Führer nehmen, weil wir überall gelesen und gehört hatten, daß sie früher oder später alle in einem Teppichladen enden… Außerdem verstehen wir kaum etwas, wenn hier jemand englisch mit uns spricht (woran das wohl liegt wissen wir nicht…) ach ja, für französisch gilt dasselbe…

Gleich am Anfang haben wir einer Frau zugeschaut, die auf einem nassen Brett eine kleine Teigkugel solange mit den Händen platt gestrichen hat, bis der Teig hauchdünn war und dann hat sie ihn kurzerhand auf einen pilzförmigen „Heizkörper“ gewickelt (das kann man kaum mit Worten beschreiben., schaut lieber das Bild an:

Dünner Teigfladen wird so gebacken

Dünner Teigfladen wird so gebacken

Gegessen haben wir ihn allerdings nicht, wir hatten gerade erst gefrühstückt! Ein Stückchen weiter bot jemand seltsame Früchte feil…

Marrokanische Lychees

Marrokanische Lychees

Sie sahen ein bißchen aus wie kleine Erdbeeren. Der Verkäufer sagte, daß es marokkanische Lychees seien und wir durften eine probieren. Natürlich haben wir dann ein kleines Tütchen gekauft. Die Konsistenz war sehr weich, leicht süss und sie schmeckten so „la la“.

Per Zufall haben wir dann noch einige Sehenswürdigkeiten entdeckt, z.B. ein Museum:

Das gute an dem Museum war das Dach, von welchem wir einige schöne Fotos von der Altstadt machen konnten:

Dann ging es weiter durch die vielen Gassen, vorbei an abertausenden Geschäften, eins so klein wie das andere. Allerdings konnte man tatsächlich Unterschiede erkennen. Es gab einen Teil, wo Tischler ihr Handwerk ausübten, einen Teil mit Lederwaren, mit Kupfertöpfen,… hier war es besonders laut, da viele auf einem Topf herumgehämmert haben…

Zwischendurch sind wir an einer der vielen Moscheen vorbeigekommen, in die wir zwar nicht rein durften (only Moslems, hat man uns erklärt), aber ein Bild konnten wir dennoch machen.

Moschee in Medina von Fés

Moschee in Medina von Fés

Zum Gerberviertel hat Hannes vorhin aus dem Reiseführer vorgelesen, daß die Hügel an der Festung von den Gerbern zum Trocknen ihrer Felle verwendet werden. Das haben wir ganz zufällig fotografiert und erst jetzt gesehen, daß da lauter Felle liegen.

Vom Dach des Museums in Fés fotografiert

Vom Dach des Museums fotografiert – Alte Stadtfestung mit zum Trocknen ausgelegten Fellen

Hier kommen noch ein paar Bilder aus der Medina, die wir auch sehr interessant fanden, z.B, hat hier ein Mann mit so einem komischen Gerät einen Saum an ein Stück Filz genäht, da gehen lauter Fäden zu dem Kasten und er hat auch etwas mit dem Fuß gemacht (wahrscheinlich eine ziemlich alte Methode von Overlock-Nähmaschine…) Dann hat jemand Schuhe hergestellt und wir durften zuschauen…

Nach mehreren Stunden Durchlaufen der Medina sind wir zum Hanomag zurückgekehrt und sitzen mal wieder on Bord. Ich schreibe und Hannes liest Reiseblogs von anderen aus Marokko. Das hört sich bei vielen ähnlich an… Marokko mag man entweder sehr oder gar nicht.

Fés

Unser Standort heute ist: Fés, Bab Bou Jeloud – ein bewachter Parkplatz

07 – Fés

07 – Fés

Sind heute schon früh wach geworden und als Hannes den Vorhang zur Fahrerkabine aufgemacht hat, sah es mal wieder so aus:

Nasses Hanomag-Führerhaus

Nasses Hanomag-Führerhaus

Es ist immer alles nass an der Decke… der kleine Kasten ist übrigens ein Radio, das funktioniert nur leider seit einiger Zeit nicht mehr…

Der Stellplatz vom Campingplatz Motel Rif sah so aus. Es waren insgesamt nur 3 Autos mit unserem dort.

Danach sind wir nach Fés aufgebrochen.

Fés ist nur 122 km entfernt von Ouezzane – so rechneten wir mit max. 3 Stunden Fahrtzeit. Um auch einmal das Filmen ein wenig auszuprobieren, habe ich unterwegs mit dem iPad ein paar Videosequenzen gefilmt. Leider hatte ich ihn zuerst senkrecht gestellt und erst später gemerkt, daß es im Querformat besser aussieht… da es im Hanomag aber sehr wackelt, konnte ich den iPad nicht frei in der Hand halten und habe ihn vorne auf Hannes‘ selbst gebastelte Handyablage gestützt. Dadurch hat er natürlich hauptsächlich auf die Straße gefilmt… es sollte ja aber auch nur mal ein Test sein.

Das Video habe ich jetzt „zusammengeschnitten“ und „vertont“. Ist natürlich vollkommen laienhaft, aber besser, als gar kein Ton, gell?!? Da es sehr groß geworden ist (250 mb), hab ich es in Youtube hochgeladen und verlinke hier die Adresse, damit ihr es auch ansehen könnt.

Hier ist der Link zum Video:

https://youtu.be/NpyeM2HayLA

Unterwegs kam noch ein schöner See,  an dem wir angehalten und mit der Kamera fotografiert haben:

In Fés angekommen, haben wir zuerst den Campingplatz Diamant Vert aufgesucht, um den Hanomag sicher zu parken. Hier ist nur ein noch ein weiteres Auto außer uns.

Campingplatz Diamant Vert in Fés

Campingplatz Diamant Vert in Fés

Danach sind wir mit dem Bus in die Medina gefahren.

Und obwohl wir sogar umsteigen mussten, hat alles geklappt. Die Busse sind kein Vergleich zu unseren und zum Glück saß ich entgegen der Fahrtrichtung und konnte nicht nach vorne schauen –  es hat dauernd gehupt und abrupt gebremst, eigentlich ein Alptraum für mich (wo ich doch so ein schlechter Beifahrer bin – Hannes weiß, wovon ich rede).

Um nicht unnötig auf die Kamera aufpassen zu müssen, haben wir nur das Handy mitgenommen und ein paar wenige Fotos in der Medina gemacht. Und was man da so alles zu kaufen kriegt, ist unglaublich, z.B. Gebisse mittendrin in den kleinen Gassen in einem Schaufenster gesehen:

Gebisse in Fés

Gebisse in Fés

Fés, Campingplatz Diamant Vert