18 – Erg Chegagga 1. Tag

18 – Erg Chegagga 1. Tag

Das erste Bild ist noch unser Übernachtungsplatz von gestern. Dann ging es weiter auf der „Piste“ ins Erg Chegagga!!!

Auf einmal sahen wir von weitem eine sandige Stelle mit einigen Kamelen. Bei näherem Ankommen war es eine Kameltränke mit einem Brunnen… und einige Nomaden, die mir ihren Kamelen dort waren. Wir sind direkt drauf zugefahren und haben angehalten. Direkt am Brunnen hatte eine Frau ein paar Souvenirs auf dem Boden ausgebreitet. Wir hatten sowieso vor, ihr etwas zu geben, deshalb haben wir ihr einfach etwas abgekauft und den von ihr gewünschten Preis bezahlt – ohne zu handeln (es waren 50 Dirham) für ein gelbes genähtes Stirnband und eine Tafel Schokolade hat sie so dazugekriegt!!!.

Dann ging es tiefer ins Erg Chegagga rein.

Die Landschaft war wunderschön und wir genossen jeden Augenblick.

Zwischendurch haben wir auch immer mal wieder die Drohne fliegen lassen… beim Arbeiten mit dem Schnittprogramm stürzt aber jedes Mal der Rechner ab, sodaß ich das erst zu Hause nachbearbeite, wenn wir wieder „richtiges Internet“ haben. Man glaubt gar nicht, was mitten in der Wüste los ist. Irgendwann kommt ein großes Zelt nach dem anderen. Und es kommen einem andauernd Jeeps mit vollgeladenen Touristen entgegen. Sie werden wie in der Erg Chebbi dort rausgefahren, um eine Nacht unter Sternenhimmel in der Wüste zu übernachten. Sie bekommen dort ein Abendessen und am nächsten Tag geht es wieder zurück in die Zivilisation. In der Erg Chebbi wurden die Touristen mit Kamelen zu den Zelten gebracht, hier sind es Jeeps, die mit abenteuerlicher Fahrweise über die Sandpisten brettern (das wäre schon mal nix für mich)

Dort haben wir dann auch Pause gemacht und sind eine kleine Sanddüne hochgeklettert.

Als wir so beim Kaffee sitzen uns mal wieder klar wird, was wir für ein großes Glück haben, dies alles zu erleben, dringen Motorradgeräusche zu uns. Und da sehen wir sie auch schon die Dünen hochfahren. Hätte gar nicht gedacht, daß sie da hochkommen. Aber mit etwas Anlauf sind sie die Dünen hoch und runtergefahren. Sie hatten uns auch gesehen und kamen näher, um zu schauen, ob wir auch Deutsche sind. Es waren zwei Jungs Anfang zwanzig aus Lörrach und wir haben uns eine Weile mit ihnen unterhalten, bevor sie zurück zu ihrem Schlafplatz gefahren sind (dort stand der Vater von einem der beiden), wir haben sie aber nicht mehr gefunden).

Dann fiel mir ein, daß ich ja den Teppich noch gar nicht fotografiert hatte. Gesagt getan, hat Hannes ihn gehalten und hier ist er endlich:

Als wir auch das erledigt hatten, kam mir die Idee, wir könnten euch ja eine Videobotschaft aufnehmen für Silvester. Erfahrungsgemäß sitzt ja keiner an Silvester um Mitternacht am Computer und wartet auf Nachrichten von uns. Deshalb haben wir kurzerhand einen kleinen Aufbau vor dem Hanomag erbaut und mit dem iPad eine Botschaft an Euch aufgenommen. Die stelle ich gleich separat rein, wenn der Beitrag fertig ist. Ausgesehen hat das Ganze so:

Danach wollten wir doch ein wenig weiter weg von den Touristenzelten einen Schlafplatz suchen und sind in Richtung der erklärten Schlafstelle der Motorradjungs gefahren. Gerne hätten wir gemeinsam mal wieder ein wenig Lagerfeuerromatik genossen, leider haben wir sie nicht gefunden. Wie sich herausstellte, war das gar nicht weiter schlimm, denn wir wollten endlich auch einmal unseren neuen Duschsack ausprobieren – und da ist es sowieso besser, wenn man alleine ist (wenn ihr versteht, was ich meine?!?)

Ich weiß gar nicht, warum wir in letzter Zeit so viel übers Essen schreiben… wir denken so oft, wie gut es uns geht und was wir alles kochen. Langsam habe ich das Gefühl, daß man kreativer sein kann, wenn man den Kopf frei hat und das geht hier ganz gut. Na jedenfalls hatten wir noch Spaghetti mit Trüffeln übrig und haben eine leckere Guacamole dazu gemacht. Nach der erfrischenden Dusche, die fast warm war dank der Sonne, konnte es uns kaum besser gehen!!!!!!!!

Erg Chegagga 1. Übernachtung

11 – Merzouga und die Erg Chebbi Wüste Teil 1

11 – Merzouga und die Erg Chebbi Wüste Teil 1

Jetzt geht`s endlich weiter mit dem Blog!!!!!!!!!!!!! Hurra, wir haben Internet…

Aber eins nach dem anderen. Ich muß einiges aufarbeiten… bevor ich es vergesse: „Hab den Teppich immer noch nicht fotografiert – das mache ich noch,,, wir erleben so tolle Sachen hier, daß ich das immer wieder vergesse – aber abends, wenn wir im Hanomag sitzen und er zu meinen Füßen liegt, fällt es mir wieder ein.“

In Merzouga hatten wir ja auf dem Stellplatz der Kasbah Mohayout übernachtet und lecker abend gegessen (in der Kasbah). Dort gab es einen offenen Kamin und eine Suppe zur Vorspeise, die uns köstlich geschmeckt hat. Das tolle war, daß wir noch Nachschlag bekommen haben. Sie war zwar mit Koriander gewürzt, aber im Urlaub schmecken einem für gewöhnlich Sachen, die man zu Hause nicht mag, gell?!? Am nächsten Morgen habe ich noch im Innenhof der Kasbah ein paar Bilder gemacht. Es war so romantisch (am Vorabend brannten überall kleine Lampen und Kerzen) und es gab einige lauschige Plätzchen dort. Das auf dem Bild unten und einige weitere Kamele standen direkt draußen vor der Tür – wahrscheinlich der Nachwuchs, so sahen sie jedenfalls aus.

Hannes hat morgens noch ein paar Fotos von unserem Standplatz hinter der Kasbah gemacht, wo er einige Kamele mit Touristen drauf gesehen hat. Die Touristen werden jeden abend gegen 17 Uhr in „Horden“ mit Kamelen in die Wüste geführt, um dann einem Zelt „unter Sternenhimmel“ die Nacht dort draußen zu verbringen. Sie bekommen dort etwas zu Essen und werden mit Musik „bespasst“, danach geht’s in kleine Zelte zum Schlafen und am nächsten Morgen zurück, damit man zum Frühstück wieder „zu Hause“ ist. Kostenpunkt 35 Euro pro Nase…

Dann sollte es endlich losgehen in die Wüste… Kaum ein paar Kilometer gefahren, haben wir in Merzouga ein Geschäft gesehen, wo man draußen Ski kaufen konnte. Wir wußten zu dem Zeitpunkt noch nicht, wofür man hier Skier brauchen kann…

Ski zu verkaufen in Merzouga

Ski zu verkaufen in Merzouga

… fuhren dann aber weiter in die Wüste Erg Chebbi. Kaum ein paar Meter gefahren, sehen wir links von uns zwei größere Allradwagen mit deutschen Kennzeichen. Freundlich wie wir sind, haben wir „kurz“ angehalten. Da wurden wir schon von weitem mit: „Des sind Schtugarter!“ begrüßt!!!! Es war ein Pärchen aus Schwäbisch Hall mit seinem 15-jährigen Sohn und ein Paar aus der Oberpfalz. Nach kurzen Kennenlernen haben wir den Hanomag stehengelassen und erst einmal mit allen die nächste Düne erklommen. Das eine Pärchen mit dem 15-jährigen Sohn hatte eine Art Snowboard mit hochgenommen, auf welchem er die eine oder andere Düne stehend hinunter gefahren ist. Jetzt wußten wir auch, wofür die Skier zu gebrauchen waren…

Völlig erschöpft haben wir uns erstmal von den anderen verabschiedet und sind ein bißchen durch die Dünen gefahren…

Dort haben wir dann die Zelte für die Touristen gesehen und waren froh, daß wir uns diesen Touristenrummel erspart hatten (fast wären wir nämlich auch so „dumm“ gewesen und hätten so einen Ausflug gebucht). Ihr erinnert Euch vielleicht an den Teppichverkäufer aus Midelt, der gleich bei „seinem“ Freund angerufen hatte aus Merzouga und eigentlich am gleichen Tag noch mit uns in die Wüste raus wollte….

Übernachtungsplatz für Touristen in der Erg Chebbi

Übernachtungsplatz für Touristen in der Erg Chebbi

Kurz darauf wurde es auch schon Zeit, einen Übernachtungsplatz zu suchen. Da haben wir uns überlegt, daß der Platz bei den anderen deutschen Pärchen gar nicht so schlecht war und sind sind wieder zurückgefahren. Die Freude war groß und so ergab sich kurzerhand das erste Lagerfeuer und so haben wir den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

Unser Lagerplatz mit den anderen Deutschen

Unser Lagerplatz mit den anderen Deutschen

Am nächsten Tag hatten die anderen bereits einen Führer organisiert, der ihnen einige schöne Plätze zeigen wollte und wir durften uns anschließen…

 

Merzouga - Erg Chebbi - 1. freie Übernachtung mit anderen

„Der Künstler“ Tommy Kraft hat das Kunstwerk gezaubert

„Der Künstler“ Tommy Kraft hat das Kunstwerk gezaubert

  Willste mal den Sound hören, dann drücke auf das kleine graue Dreieck oben!

„Der Künstler Tommy Kraft hat das Kunstwerk gezaubert“

Was könnte es Schöneres geben, als ein „hübsches“ Bild auf unserem Hanomag“, dachte Hannes zu Beginn des Vorhabens… Was daraus geworden ist, hat selbst Hannes die Sprache verschlagen.

Unser Freund und Künstler Tommy Kraft aus Fellbach war gleich zu Beginn fasziniert vom Hanomag. Die ersten Entwürfe malte er bereits Anfang Januar 2016. Ich habe dann in Photoshop den Entwurf mit einem Foto des Hanomag ineinanderkopiert, damit wir uns besser vorstellen konnten, wie die Bemalung später einmal aussehen könnte.

Das Motiv der Kamel-Karawane mit den Sanddünen hat uns gleich sehr gut gefallen und so entschieden wir uns dafür, dies auf die Fahrer- und Beifahrerseite zu malen. Für die Rückseite des Hanomags hatte Tommy einen anderen Vorschlag gezeichnet, den wir auch super fanden: Einen Beduinen mit einem Falken in der Hand:

Eine weitere gute Idee von Tommy war, das Reserverad hinten zu verkleiden und eventuell mit unseren Initialen zu versehen, die man ebenfalls auf die Fahrer- und Beifahrertür aufbringen konnte. Gesagt, getan… hat Hannes aus Metallresten des ursprünglichen Bodens des Hanomags (Riffelblech) eine Halterung konstruiert und sie in Wagenfarbe lackiert. Das sah gleich schon viel besser aus: Wir haben aus gestalterischen Gründen auch nur die glatte Rückseite in Wagenfarbe lackiert und den Rahmen in Metall gelassen.

Jetzt konnte mit dem „Malen“ angefangen werden. Begonnen hat Tommy mit der Dünenlandschaft im Hintergrund. Hier hat er mit Acryfarben zunächst nur die Sanddünen auf die Fahrerseite gemalt. Anschließend kamen die Umrisse der Kamele an die Reihe, die er in einem hellen Grauton vollflächig aufgemalt hat. Danach hat er mit schwarz die Konturen und Schatten auf die Kamele gemalt und ihnen damit Leben eingehaucht. Und so hat sich das Bild Stück für Stück entwickelt und je mehr er gemalt hat, umso schöner wurde es!!!

Nachdem die Kamele auf beiden Seiten fertig waren, kam die Rückseite mit dem Beduinen und dem Falken an die Reihe.

Obwohl wir praktisch täglich den Fortschritt der Bemalung mit verfolgten und Hannes auch fleissig Bilder gemacht hat, waren wir doch überwältigt, als das Kunstwerk ganz fertig war.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Tommy Kraft, der sehr viel Zeit und Mühe auf sich genommen hat und den Hanomag mit viel Herzblut zu einem Kunstwerk gemacht hat.

Unser Ziel ist Marokko
Wir starten am 15. Dezember von Genua mit der Fähre nach Tanger. Danach fahren wir auf der Atlantikseite die Küste abwärts soweit wir kommen…

Countdown nach Marokko

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