Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück zu Fuß aufgemacht, um bei einem kleinen Spaziergang die Gegend zu erkunden. Leider kamen wir am Strand nicht durch, weil ständig Felsen im Weg waren und wir keine Lust hatten, ständig auf und ab zu klettern… und sind neben der Schnellstraße entlanggeschlendert.

Nach ca. 2 km kamen wir an eine große Sandlagune mit sehr vielen Kitern. Je näher wir kamen, sahen wir, daß es dort sogar einen ganz großen Bereich gab, in dem Anfänger super in stehendem Gewässer üben konnten. Da haben wir eine Weile amüsiert zugeschaut und hätten einem fast Nachhilfe gegeben (Hannes hatte auf den Kap Verden vor ein paar Jahren selbst einmal einen Kurs gemacht)…

Dann sahen wir auf der anderen Seite dieses kleinen Sees ein Haus und freuten uns schon auf einen kühlen Drink. Leider war dort geschlossen und so blieb uns nichts anderes übrig, als weiter zu laufen. Dabei sind wir an so manch interessantem Objekt vorbeigekommen…

Zu unserem großen Glück kam irgendwann ein Restaurant, das die besten Tapas hatte, die wir bis dahin gegessen hatten.

Sehr leckere Tapas bei Tarifa
Tapas und 3 Getränke für € 13,50 bei Tarifa

Nach 15.000 Schritten (hatte mein Handy in der Hosentasche und das hat mitgezählt) kamen wir wieder zurück zum Campingplatz. Voller Freude haben wir unsere Stühle wieder an den Strand gestellt und uns von den Strapazen der Schritte erholt… bis zum Sonnenuntergang

Sonnenuntergang auf Campingplatz bei Tarifa
Sonnenuntergang auf Campingplatz bei Tarifa

Abends im Steyr haben wir überlegt, wohin wir am nächsten Tag fahren könnten. Wir hatten ja gesagt, daß wir nur nach Marokko fahren würden, falls es uns in Spanien zu kalt oder regnen würde. Und es kam wie es kommen musste…

Am nächsten Morgen nieselte es.

Ausblick aus Steyr von Stellplatz Torre de la Pena bei Tarifa
Ausblick aus Steyr von Stellplatz Torre de la Pena bei Tarifa

Wir konnten das gar nicht fassen, weil unsere WetterApp keinen Regen angezeigt hatten. Da haben wir erst einmal ausgecheckt und sind nochmal nach Tarifa zurückgefahren, um beim Lidl diesen leckeren Mandarinensaft nachzukaufen.

Kaum raus aus dem Lidl regnete es immer noch und wir wussten wirklich nicht, was wir jetzt machen sollten – weiterfahren oder doch nach Marokko?!? So entschieden wir uns, zum Hafen zu fahren und wenigstens einmal zu fragen, was das wohl kosten würde und ob überhaupt eine Fähre nach Tanger ging an diesem Tag.

Und tatsächlich hatten wir Glück. Es kostete zwar € 250,- hin und zurück und der Steyr passte nur auf die Fähre um 19 Uhr wegen der Höhe, aber irgendwie waren wir froh, daß wir diese Entscheidung getroffen hatten. So parkten wir und durchstreiften den Ort. Irgendwann haben wir auch hier eine gut besuchte Kneipe aufgesucht und unseren ersten Fisch gegessen.

Dann war es endlich soweit. Die Fähre lief ein – es gibt hier Schnellfähren, die in 35 Minuten von Tarifa nach Tanger fahren. Jetzt mussten wir nur noch den Steyr unter Deck fahren.

Nach ca. 30 Minuten waren wir schon da und waren gespannt, wie lange es beim Zoll dauern würde. Es waren nur 3 Autos inklusive unserem und tatsächlich ging alles ganz schnell. Um 20 Uhr haben wir schon eine Telefonkarte gekauft und Geld gewechselt.

Marokko hatte uns wieder!!!! Während wir noch beim Zoll standen, fiel uns auf, wie anders Marokko im Vergleich zum verschlafenen Tarifa war. Überall war Leben auf der Straße und Tanger zog uns in seinen Bann.